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Journalscreening


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Gewichtsreduktion mit Sibutramin erhöht kardiovaskuläres Risiko
Sibutramin ist bei Übergewichtigen und Adipösen auch in der Schweiz zur Gewichtsabnahme zugelassen. Die Resultate einer grossen randomisierten Studie zeigen nun, dass das Risiko für Myokardinfarkte und Hirnschläge bei Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko nach längerer Sibutramin-Exposition erhöht ist.
NEJM 2010;363:905-917 , James WP et al

Assoziation zwischen Diabetesdiagnose und Lebererkrankung
Neusten Untersuchungen zufolge geht eine Insulinresistenz bei Adipositas mit einer hepatischen Dysregulation einher. Die Folgen in der Leber sind oxidativer Stress und Steatose. Eine Studie ist nun der Frage nachgegangen, ob Personen mit einem neu diagnostizierten Diabetes ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Lebererkrankungen haben.
CMAJ 2010;182:E526-E531 , Porepa L et al

Ivabradin reduziert Komplikationen bei Herzinsuffizienz
Eine hohe Herzfrequenz geht bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit einer erhöhten Komplikationsrate einher. Die Autoren der SHIFT-Studie haben untersucht, wie sich der selektive Sinusknoten-Hemmer Ivabradin auf den Outcome von Herzinsuffizienzpatienten auswirkt.
Lancet 2010, online Publikation 29. August , Swedberg K et al

Zusammenhang zwischen Paracetamol-Exposition und Asthma
In epidemiologischen Studien bestehen Hinweise darauf, dass die Einnahme von Paracetamol das Asthmarisiko erhöhen könnte. Beasley und Kollegen haben untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Paracetamol-Exposition in der Adoleszenz und Asthmasymptomen besteht.
Am J Respir Crit Care Med 2010 online Publikation 13. August , Beasley RW et al

Mehr oder weniger Kopfschmerzen je nach Lebensstil
Bereits in der Adoleszenz ist die Prävalenz von Kopfschmerzen hoch. In einer Studie haben Norweger über 5800 Studenten befragt und den Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Lebensstil (Übergewicht, körperliche Bewegung und Rauchen) untersucht.
Neurology 2010, online Publikation 18. August , Robberstad L et al

Ein Fragezeichen hinter die routinemässige Kalziumeinnahme
Zur Prävention der Osteoporose werden von Frauen über 50 häufig Kalziumpräparate eingenommen. Eine im BMJ publizierte Metaanalyse zeigt nun aber, dass die regelmässige Kalziumsupplementation mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergeht.
BMJ 2010;341:c3691 , Bolland MJ et al

Nach Abort mit neuer Schwangerschaft nicht lange warten
Jede fünfte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt. Frauen neigen dazu, danach eine „Pause“ einzulegen. Die Autoren einer im BMJ publizierten retrospektiven Kohortenstudie sind der Frage nachgegangen, wie sich das Zeitintervall zwischen Abort und erneuter Schwangerschaft auf das Risiko eines erneuten Aborts auswirkt.
BMJ 2010;341:c3967 , Love ER et al

Alzheimer-Diagnostik durch Proteinbestimmung im Liquor verbessern
Die Diagnose Alzheimer erfolgt heute durch klinische und bildgebende Verfahren - meist erst relativ spät im Verlauf der Krankheit. In den Archives of Neurology wurde eine Studie publiziert, welche die Aussagekraft der Proteinbestimmung im Liquor untersuchte. Die Erkenntnisse könnten die Alzheimer-Diagnostik revolutionieren.
Arch Neurol 2010;67:949-956 , De Meyer G et al

Taillenumfang ist linear mit der Mortalität assoziiert
Die abdominale Adipositas ist ein bedeutender Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod. Jacobs und Kollegen haben untersucht, wie sich der Umfang der Taille auf die Mortalität von Frauen und Männern auswirkt.
Arch Intern Med 2010;170:1293-1301 , Jacobs EJ et al

Diabetes: Exenatid, Sitagliptin oder Pioglitazon in Kombination mit Metformin
Die meisten Patienten mit einem Diabetes mellitus Typ 2 beginnen ihre antidiabetische Therapie mit Metformin. Schreitet die Insulinresistenz fort, braucht es eine Zusatztherapie. Die Autoren einer im Lancet publizierten Studie haben evaluiert, welche der drei Substanzen Exenatid, Sitagliptin oder Pioglitazon den günstigsten Effekt hat.
Lancet 2010;376:431-439 , Bergenstal RM et al

Rauchen in der Schwangerschaft erhöht Risiko für psychische Erkrankung des Kindes
Die pränatale Tabakexposition beeinflusst die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Die Autoren einer finnischen Studie haben untersucht, ob sich das Rauchen in der Schwangerschaft auf die Inzidenz psychiatrischer Erkrankungen bis ins frühe Erwachsenenleben der Kinder auswirkt.
Arch Gen Psychiatry 2010;67:841-849 , Ekblad M et al

Welcher Diabetiker braucht Aspirin zur Primärprävention?
Zur Frage nach Nutzen und Schaden von Aspirin in der Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Diabetikern haben Experten der American Diabetes Association, der American Heart Association und der American College of Cardiology Foundation in einem Konsensuspapier Stellung genommen.
J Am Coll Cardiol 2010;55:2878-2886 , Pignone M et al

Reanimation ausserhalb des Spitals: Herzmassage allein reicht aus
Die Bedeutung der Beatmung bei der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) wird immer mehr in Frage gestellt. Die Autoren einer randomisierten Studie haben nun untersucht, ob sich das Weglassen der Beatmung allenfalls sogar günstig auf die Prognose auswirkt.
NEJM 2010; 363:423-433 , Rea TD et al

Wer in seiner Freizeit viel sitzt, stirbt früher
Zu wenig körperliche Bewegung ist ein Hauptgrund für die Zunahme von Übergewicht. Die Autoren einer grossen prospektiven Studie haben nun untersucht, wie sich die im Sitzen verbrachte Freizeit – unabhängig von der Aktivität - auf die Mortalität auswirkt.
Am J Epidemiol 2010, online Publikation 22. Juli , Patel AV

Calprotectin im Stuhl zum Ausschluss einer IBD
Calprotectin ist ein sensitiver Marker für eine Entzündung im Darm. Die Autoren einer Metaanalyse haben den Wert der Calprotectin-Bestimmung im Stuhl zum Ausschluss einer entzündlichen Darmerkrankung (IBD) evaluiert und untersucht, wie viele Endoskopien dadurch eingespart werden könnten.
BMJ 2010;341:c3369 , van Rheenen PF et al

Operation nach Kreuzbandriss nicht zwingend
Aus Angst vor Instabilität und damit verfrühter Arthrose wird ein gerissenes vorderes Kreuzband bei jungen Leuten meistens rasch operiert. In einer randomisierten Studie haben Frobell und Kollegen die Resultate des primär chirurgischen mit denjenigen des primär konservativen Vorgehens verglichen.
NEJM 2010;363:331-342 , Frobell RB et al

Typ 1 Diabetes: Bessere Einstellung durch moderne Pumpen
Moderne Insulinpumpen sind mit Glukosesensoren ausgestattet, wodurch der Glukosespiegel noch besser im Normbereich gehalten werden kann. Gemäss den Resultaten einer im NEJM publizierten Studie profitieren Typ 1 Diabetiker signifikant von dieser neuen Behandlungstechnologie.
NEJM 2010;363:311-320 , Bergenstal RM et al

Magendarm-Verträglichkeit von Celecoxib besser als PPI plus NSAR
COX-2 Hemmer einerseits und nicht selektive nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) plus Protonenpumpenblocker (PPI) andererseits sind zwei erwiesenermassen wirksame Therapiestrategien bei Arthrose oder Rheumatoider Arthritis. In der CONDOR-Studie wurde die gastrointestinale Verträglichkeit der beiden Therapien miteinander verglichen.
Lancet 2010;376:173-179 , Chan FK et al

Hormonelle Kontrazeptiva bei Übergewicht weniger verlässlich
Das Problem Übergewicht nimmt gemäss Statistiken der Schweiz und anderer Länder seit Jahren zu. Eine Cochrane Review hat untersucht, wie sich Übergewicht und Adipositas auf die Effektivität von hormonellen Kontrazeptiva auswirkt.
Cochrane Database Syst Rev 2010;7:CD008452 , Lopez LM et al

Diabetes: Intensive Blutzuckerkontrolle und Fenofibrat senken Retinopathie-Progression
2 von 3 Diabetikern entwickeln im Laufe von 20 Jahren eine diabetische Retinopathie. In einer Subanalyse der ACCORD-Studie haben die Autoren untersucht, wie sich die Intensivierung der blutzuckersenkenden, antihypertensiven und lipidsenkenden Therapie auf den Verlauf der Retinopathie auswirkt.
NEJM 2010;363:233-244 , The ACCORD Study Group and ACCORD Eye Study Group

 
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