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Sie sind hier: Im Brennpunkt » Nahrungsmittelintoleranz Nahrungsmittelallergie » Allergieprävention 24. September 2017
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Allergieprävention

Primärprävention

Gemäss einer systematischen Review aus dem Jahr 2009, in welcher die Autoren 217 Publikationen aus der Cochrane Library, Medline und Referenzlisten wichtiger Artikel berücksichtigten,  besteht für die Allergieprävention folgende Evidenz für die Primärprävention von Asthma, Heuschnupfen und atopischem Ekzem [1]:

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Ernährung während der Schwangerschaft

Ausgewogene und nährstoffdeckende Versorgung mit Lebensmitteln wird empfohlen. Diätetische Restriktionen oder spezielle Expositionen scheinen das Allergierisiko des Kindes nach Geburt nicht zu beeinflussen. Fischkonsum während der Schwangerschaft scheint einen präventiven Effekt zu haben.

 

Stillen/Muttermilchersatz

Ausschliessliches Stillen während 4 Monaten wird empfohlen. Wenn volles Stillen nicht ausreichend möglich ist soll partiell oder extensiv hydrolysierte Säuglingsnahrung verabreicht werden. Stillen während mindestens 4 Monaten ist auch für die Zöliakie-Prävention wichtig [2].

 

Säuglingsernährung

Ein präventiver Effekt der Verzögerung der Gabe von Beikost über 4 Monate hinaus ist nicht nachweisbar. Eine aktuelle Studie lässt vermuten, dass die späte Einführung von fester Nahrung das Risiko für Nahrungsmittelallergien und Pollenallergien eher erhöht [3]. Analog der Ernährung während der Schwangerschaft bestehen Hinweise darauf, dass die Einnahme von Fisch beim Säugling einen Allergie-präventiven Effekt hat.

 

Haustiere

Bei Risikokindern sollte die Katzenhaltung vermieden werden. Bei Kindern ohne erhöhtes Risiko muss die Haustierhaltung nicht eingeschränkt werden.

 

Umgebung des Kindes

Hohe Luftfeuchtigkeit und mangelnder Luftaustausch sollten vermieden und Luftschadstoffe in ihrer Konzentration im Raum minimiert werden. Aufwachsen auf einem Bauernhof, viele Geschwister und Besuche von Kindertagesstätten sind mit einem niedrigeren Allergierisiko assoziiert.

 

Rauchen

Aktives und Passivrauchen sind mit einem erhöhten Allergierisiko assoziiert. Dies gilt vor allem für den Tabakkonsum während der Schwangerschaft.

 

Impfungen

Es gibt Anhaltspunkte, dass Impfungen das Allergierisiko senken können. Empfohlen wird die Impfung nach Impfplan.

 

Körpergewicht

Die Verhinderung von Übergewicht wird empfohlen.

 

Sekundärprävention

Die aufgelisteten Massnahmen von ahaSuisse tragen dazu bei, das Auftreten weiterer Sensibilisierungen einzudämmen und weitere allergische Erkrankungen zu vermeiden [4].

  • Verzicht aufs Rauchen: Für rauchfreie Umgebung sorgen und auf das Rauchen verzichten.
  • Haustiere: Keine behaarten oder gefiederten Haustiere neu anschaffen. Keine Tiere in Schlafräumen.
  • Hausstaubsanierung: Reduktion der Milbenzahl im häuslichen Milieu. Falls Sensibilisierung auf Hausstaubmilben nachgewiesen, Verwendung eines milbendichten Matratzenüberzuges.
  • Berufswahl: Berufe mit grossem Risiko für Atopiker meiden, um allergische Symptome am Arbeitsplatz oder die Entwicklung weiterer Allergien zu verhindern.

 

 

Referenzen
1. Muche-Borowski C et al. Klinische Leitlinie: Allergieprävention. Dtsch Arztebl Int 2009;106:625-631
2. Selimoðlu MA et al. Celiac disease: prevention and treatment. J Clin Gastroenterol 2010;44:4-8
3. Nwaru BI et al. Age at the introduction of solid foods during the first year and allergic sensitization at age 5 years. Pediatrics 2010;125:50-59
4. www.ahasuisse.ch

 

 
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12.04.2010 - dde
 


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