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Orale Antikoagulation: Selbstkontrolle/Selbstmanagement des Patienten von Vorteil

Einigen Studien zufolge könnte eine Kontrolle der oralen Antikoagulation durch den Patienten selbst gleichwertig oder sogar besser sein als das herkömmliche Monitoring. Ob dem so ist, wurde in dieser im Lancet publizierten Metaanalyse untersucht.

Elektronische Datenbanken (Cochrane Register of Controlled Trials, Medline, Embase) wurden nach Studien durchsucht, welche die Selbstkontrolle bzw. das Selbstmanagement (Selbstkontrolle plus Dosisanpassung) von oral antikoagulierten Patienten mit dem herkömmlichen Monitoring verglichen. Zudem wurden Herstellerfirmen und Autoren relevanter Studien kontaktiert. Endpunkte waren: schwere Blutungskomplikationen, Thromboembolien, Todesfälle, leichtere Blutungen, Bereich der Messwerte, Testfrequenz und Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

 

14 randomisierte Studien wurden in die Metaanalyse eingeschlossen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Monitoring führte die Selbstkontrolle zu einer signifikanten Reduktion der Thromboembolien (Odds Ratio 0.45), der Gesamtmortalität (OR 0.61) und der schweren Blutungskomplikationen (OR 0.65). Patienten, die zusätzlich die Dosierung entsprechend anpassten (Selbstmanagement), hatten im Vergleich zu Patienten mit herkömmlichem Monitoring signifikant weniger Thromboembolien (OR 0.27) und starben seltener (OR 0.37) – hatten jedoch nicht weniger schwere Blutungen (OR 0.93). Bei den leichten Blutungen gab es keine Unterschiede. 11 Studien zeigten eine Verbesserung der durchschnittlichen INR-Werte im therapeutischen Bereich.  

 

Konklusion der Autoren: Die orale Antikoagulation wird duch die Selbstkontrolle des Patienten qualitativ verbessert. Patienten mit Selbstmanagement (Selbstkontrolle plus Dosisanpassung) haben im Vergleich zu Patienten mit nur Selbstkontrolle weniger Thromboembolien und eine geringere Mortalität. Nicht alle Patienten sind dafür geeignet – dazu fähige Patienten müssen identifiziert und entsprechend instruiert werden.

 

Link zur Studie

 

 

Lancet 2006;367:404-411 - C Heneghan et al

03.02.2006 - gem

 
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