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Multiples Myelom: Patienten profitieren von Zoledronsäure
 
Bisphosphonate reduzieren das Risiko für Skelettereignisse bei malignen Knochentumoren. Für die Zoledronsäure wurden zusätzliche Antitumor-Eigenschaften nachgewiesen. In einer grossen Studie wurde der Effekt der Zoledronsäure auf den Outcome von Patienten mit Multiplem Myelom (MM) untersucht.

Zwischen 2003 und 2007 schlossen die Autoren 1970 mindestens 18-jährige Patienten mit einem neu diagnostizierten MM in ihre randomisierte Multizenterstudie ein. Entweder erhielten die Patienten neben der Induktions-Chemotherapie (intensiv oder nicht intensiv) alle 3-4 Wochen eine Infusion mit 4 mg Zoledronsäure oder täglich 1600 mg Clodronsäure oral. Die Bisphosphonattherapie wurde aufrechterhalten bis zur Krankheitsprogression. Primäre Endpunkte waren Gesamtüberleben, progressionsfreies Überleben und Gesamtansprechraten.

 

1960 Patienten konnten in der intention-to-treat Analyse ausgewertet werden. Die mittlere Therapiedauer mit Bisphosphonaten betrug 350 Tage, der durchschnittliche Follow-up der Patienten 3.7 Jahre. Die Zoledronsäure reduzierte die Gesamtmortalität gegenüber Clodronat um 16% (HR 0.84, 0=0.012) und verlängerte das Überleben um durchschnittlich 5.5 Monate (50 versus 44.5 Monate, p=0.04). Das progressionsfreie Überleben war in der Zoledronsäuregruppe um 12% geringer als in der Clodronatgruppe (p=0.018). Die Gesamtansprechraten waren in beiden Gruppen vergleichbar, unabhängig von der Intensität der Chemotherapie. Bezüglich Verträglichkeit und Nebenwirkungen zeigten sich keine Unterschiede zwischen den beiden Bisphosphonaten, mit einer Ausnahme: Unter Zoledronsäure wurden mehr Osteonekrosen des Kiefers identifiziert (4% versus <1%).

 

Konklusion der Autoren: Der günstige Effekt von Zoledronsäure auf die Mortalität spricht für den Einsatz dieses Bisphosphonats bei neu diagnostiziertem MM. Diese Ergebnisse untermauern die Hinweise, dass Zoledronsäure neben den skelettpräventiven auch Antitumor-Eigenschaften hat.


Lancet 2010;376:1989-1999 - Morgan GJ et al

10.12.2010 - dde


 
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