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Effekt von Bluttransfusionen bei anämischen Patienten mit akutem Koronarsyndrom

Eine Anämie ist bei Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom im Vergleich zu einem normalen Hb mit einer schlechteren Prognose assoziiert. In einer retrospektiven Studie haben Rao et al untersucht, ob sich Bluttransfusionen bei diesen Patienten günstig auf die Prognose auswirken würden.

Die Daten von 24'112 Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom aus drei grossen internationalen Studien (GUSTO IIb, PURSUIT, PARAGON B) wurden retrospektiv analysiert. Die Gruppenzuteilung erfolgte je nachdem, ob die Patienten aufgrund einer Blutung oder einer Anämie während der Hospitalisation eine Bluttransfusion erhalten hatten oder nicht. Primärer Endpunkt war die 30-Tages-Mortalität.

 

2401 Patienten (10%) hatten während ihrer Hospitalisation mindestens eine Bluttransfusion erhalten. Diese Patienten waren im Schnitt älter und hatten mehr Komorbiditäten als Patienten ohne Transfusionen. Die 30-Tages-Mortalität betrug bei den Transfundierten 8%, bei den nicht Transfundierten 3% (p<0.001). Ähnlich waren die Unterschiede bei der Myokardinfarktrate (25% versus 8%). Eine Transfusion war mit einer 30-Tages-Mortalitäts Hazard Ratio von 3.94 assoziiert. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, unabhängig von allen anderen beeinflussenden Faktoren nach einer Transfusion innerhalb von 30 Tagen zu sterben, lag bei einem Hämatokrit von über 25% vor.

 

Konklusion der Autoren: Unabhängig von allen anderen prädiktiven Faktoren scheint eine Bluttransfusion bei akutem Koronarsyndrom mit einer Verschlechterung der Prognose einherzugehen. Bis Resultate von prospektiven, randomisierten Studien vorliegen raten die Autoren zu zurückhaltender Verabreichung von Bluttransfusionen bei Patienten mit akzeptablem Hämatokrit.

 

Abstract

JAMA 2004;292:1555-1562 - S. V. Rao et al

06.10.2004 - dde

 
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