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Reduzierter Kochsalzkonsum senkt den Blutdruck
 
Ein hoher Salzkonsum stellt insbesondere für Hypertoniker ein Risiko dar. Aber auch Normotoniker sollen zu viel Salz vermeiden. Schon wer vier Wochen lang oder länger den täglichen Kochsalzkonsum moderat auf max. 6 Gramm reduziert, kann den Blutdruck deutlich senken – und damit auch das kardiovaskuläre Risiko.

Die vorliegende Studie (systematischer Review und Metaanalyse) beruht auf 34 Studien mit insgesamt 3'230 Personen, die ihren Kochsalzkonsum für mindestens vier Wochen moderat verringerten. Die Berechnung der täglich
aufgenommenen Kochsalzmenge erfolgte indirekt über die Natriumausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin (Natriurese).

 

Die Natriurese sank im Schnitt um 75 mmol/24h was einer Reduktion der Kochsalzaufnahme um durchschnittlich 4.4 g/Tag entspricht. Damit sank der systolische Wert um 4.18 mmHg und der diastolische um 2.06 mmHg. In der Meta-Regressionsanalyse war nach Adjustierung des Alters, der ethnischen Herkunft und des Blutdruckstatus (Hypertoniker, Normotoniker) ein Absinken der Natriumausscheidung von 100 mmol/24h (entspricht einer Reduktion der Kochsalzaufnahme von 6 g/Tag) mit einer Reduktion des systolischen Blutdrucks um 5.8 mmHg assoziiert. In den Subgruppenanalysen sank bei den Hypertonikern der systolische Wert um 5.39 mmHg und der diastolische um 2.82 mmHg. In der Gruppe der Normotoniker waren es entsprechend 2.42 mmHg und 1 mmHg. Bei der Hormonanalyse zeigte sich ein gleichzeitiger Anstieg bei der Plasma-Renin-Aktivität um 0.26 ng/ml/h, beim Aldosteron um 73.2 pmol/l, beim Noradrenalin um 187 pmol/l und beim Adrenalin um 37 pmol/l. Die Veränderungen im Fettstoffwechsel betrugen beim Gesamtcholesterin 0.05 mmol/l, beim LDL 0.05 mmol/l, beim HDL –0.02 mmol/l und bei den Triglyzeriden 0.04 mmol/l.

 

Fazit der Autoren: Eine Reduktion des täglichen Kochsalzkonsums über vier Wochen oder länger senkt den Blutdruck signifikant, unabhängig vom Blutdruckstatus, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit. Gleichzeitig kommt es zu einer leichten Erhöhung der Plasma-Renin-Aktivität und von Aldosteron und Noradrenalin, während kein signifikanter Effekt auf den Lipidstoffwechsel besteht. Es ist davon auszugehen, dass die Umsetzung der heutigen Empfehlungen, die tägliche Kochsalzaufnahme von 9–12 g auf 5–6 g zu reduzieren, einen deutlichen Effekt auf die Blutdruckwerte und somit auf kardiovaskuläre Erkrankungen haben wird. Eine Reduktion des Salzkonsums um weitere 3 g würde einen noch grösseren Effekt bedeuten und sollte daher das langfristige Ziel der Salzreduktion in der Gesamtpopulation sein.

 

Link zur Studie

 


BMJ 2013;346:f1325 - He FJ et al.

22.04.2013 - gem


 
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