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Harnwegsinfekt: Behandlung der unkomplizierten Zystitis

Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche und für eine Antibiotikaeinnahme bei Erwachsenen. In Anbetracht der zunehmenden Resistenzentwicklung ermittelte ein systematischer Review im JAMA das optimale Management.

Der vorliegende systematische Review basiert auf 27 randomisiert kontrollierte Studien (6463 Patienten), 6 Reviews und 11 Beobachtungsstudien (252'934 Patienten) sowie auf Expertenmeinungen.

 

Bei Frauen kann eine akute, unkomplizierte Zystitis ohne Arztbesuch oder Harnkultur diagnostiziert werden. Als Substanzen der 1. Wahl eignen sich Trimethoprim-Sulfamethoxazol (160/800 mg zweimal täglich für 3 Tage), Nitrofurantoin (100 mg zweimal täglich für 5-7 Tage) und Fosfomycin (3 g als Einzeldosis). Fluorochinolone sind effektiv, sollen aber als Reserveantibiotika für schwerere Infektionen aufgespart werden. Beta-Lactam-Antibiotika (Amoxicillin/ Clavulansäure, Cefpodoxim) sind weniger effektiv als die empirischen Erstliniensubstanzen. Ein sofortiger Behandlungsbeginn ist besser als ein verzögerter oder eine symptomatische Behandlung mit Ibuprofen allein. Bei Männern soll die Behandlung 7 bis 14 Tage erfolgen (auf nur wenigen Beobachtungsstudien basierend). Frauen mit Diabetes ohne Entleerungsstörungen der Blase sollen ähnlich wie Frauen ohne Diabetes behandelt werden (1 Beobachtungsstudie und Expertenmeinung).

 

Konklusion der Autoren: Bei Frauen mit akuter Zystitis empfiehlt sich eine sofortige Behandlung mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Nitrofurantoin oder Fosfomycin.  Die zunehmende Zahl resistenter Keime hat die Behandlung der akuten Zystitis erschwert. Für die Wahl der optimalen  Therapie muss eine Erhebung der individuellen Risikofaktoren der Resistenz und Verträglichkeit erfolgen.

 

Link zur Studie

 

JAMA. 2014;312(16):1677-1684 - Grigoryan L et al.

28.10.2014 - gem

 
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