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Blutdrucksenkung unmittelbar nach Hirnschlag ohne Nutzen

Die Blutdruckkontrolle zur primären und sekundären Prävention eines Schlaganfalls ist unbestritten. Der Nutzen einer sofortigen Blutdrucksenkung nach einem ischämischen Hirnschlag auf Mortalität und schwere neurologische Defizite ist unklar. Dies wurde nun in einer grossen Studie im JAMA untersucht.

An der randomisierten, einfach verblindeten Studie beteiligten sich 26 Spitäler in China. 4071 Patienten mit einem ischämischen Hirnschlag und erhöhten Blutdruckwerten (systolisch über 140 aber unter 220 mmHg) wurden eingeschlossen. Bei der Hälfte erfolgte eine Blutdrucksenkung um 10-25% innerhalb von 24 Stunden sowie die Einstellung des Blutdrucks auf unter 140/90 mmHg innerhalb von 7 Tagen (Interventionsgruppe). In der Kontrollgruppe wurden alle Blutdruckmedikamente abgesetzt. Primärer kombinierter Endpunkt war Tod oder schwere neurologische Defizite gemäss Rankin Skala nach 14 Tagen oder bei Spitalsentlassung. 

 

In der antihypertensiv behandelten Gruppe sank der Blutdruck innerhalb von 24 Stunden von median 166.7 auf 144.7 mm Hg (-12.7%). In der Kontrollgruppe wurde ebenfalls ein Absinken des Blutdrucks beobachtet von 165.6 auf 152.9 mm Hg (-7.2%). Die absolute Blutdruckdifferenz zwischen den beiden Gruppen betrug -9.1 mmHg. Nach 7 Tagen lag der mittlere systolische Blutdruck in der Interventionsgruppe bei 137.3 mmHg und in der Kontrollgruppe bei 146.5 mmHg (absolute Differenz -9.3 mmHg). Auf den primären Endpunkt hatte die Blutdrucksenkung keinen Einfluss: In der Interventionsgruppe waren nach 14 Tagen 683 Patienten entweder verstorben oder wiesen schwere neurologische Defizite auf, in der Kontrollgruppe waren es 681 Patienten (Odds Ratio=1, p=0.98). Auch nach drei Monaten bestand kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen (500 vs. 502 Ereignisse (OR=0.99, p=0.93).

 

Konklusion der Autoren: Bei Patienten mit einem akuten ischämischen Schlaganfall und Bluthochdruck war die unmittelbare Blutdrucksenkung im Vergleich zu keiner antihypertensiven Behandlung nicht mit einer besseren Prognose bezüglich Tod oder neurologischen Defiziten verbunden.

 

Link zur Studie   

JAMA 2013; Online Publikation am 17 November - Einecke D et al.

06.01.2014 - gem

 
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