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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 09. Februar 2012
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Wer in seiner Freizeit viel sitzt, stirbt früher
 
Zu wenig körperliche Bewegung ist ein Hauptgrund für die Zunahme von Übergewicht. Die Autoren einer grossen prospektiven Studie haben nun untersucht, wie sich die im Sitzen verbrachte Freizeit – unabhängig von der Aktivität - auf die Mortalität auswirkt.

In einer grossen, prospektiven US-Studie der American Cancer Society wurden über 53’000 gesunde Männer und 69’000 gesunde Frauen mit standardisierten Fragebögen zu ihren Freizeitaktivitäten respektive zu ihrer im Sitzen verbrachten Zeit (Fernsehen, Lesen, usw.) befragt. Studienendpunkt war die Mortalität in Abhängigkeit von der im Sitzen verbrachten Freizeit.

 

Während eines Follow-ups von 14 Jahren registrierten die Studienautoren gut 11'000 Todesfälle bei den Männern und knapp 8'000 Todesfälle bei den Frauen. Nach Abgleich der Resultate bezüglich Rauchen, BMI und anderen bekannten Risikofaktoren war eine Sitzdauer > 6 Stunden gegenüber < 3 Stunden pro Tag mit einem signifikant erhöhten Todesrisiko assoziiert (+34% bei Frauen und +25% bei Männern). Häufiges Sitzen in der Freizeit in Kombination mit einer sehr geringen physischen Aktivität erhöhte das Sterberisiko noch einmal deutlich (+94% bei Frauen und +48% bei Männern). Die deutlichste Zunahme war bei den kardiovaskulären Todesfällen zu verzeichnen.

 

Konklusion der Autoren: Die im Sitzen verbrachte Freizeit steht in direktem Zusammenhang mit der Mortalität, unabhängig von der physischen Aktivität. Um die Gesundheit der Bevölkerung besser zu erhalten, sollte neben der vermehrten physischen Aktivität auch eine Reduktion der gesessenen Zeit propagiert werden.

 

Link zur Studie


Am J Epidemiol 2010, online Publikation 22. Juli - Patel AV

28.07.2010 - dde


 

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