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Serielle Troponinbestimmung ermöglicht raschere Infarktdiagnose

Die kardialen Troponine sind derzeit die sensitivsten Biomarker für den Nachweis eines akuten Myokardinfarkts. Mit sensitiven Troponintests, aber auch mit Standardtests, kann ein Infarkt bereits innerhalb von 3 Stunden nach Aufnahme diagnostiziert werden, wie eine Deutsche Studie im amerikanischen Ärzteblatt zeigt.

In die Studie wurden 1'818 Patienten eingeschlossen, die zwischen 2007 und 2008 mit Verdacht auf Myokardinfarkt in die Notfallaufnahme kamen. Bei Aufnahme sowie 3 und 6 Stunden später erfolgten Blutentnahmen für verschiedene Biomarkerbestimmungen sowie eine hochsensitive und eine Standard-Troponinbestimmung durchgeführt; als Cut-off wurde die 99. Perzentile gewählt.  

 

Bei 413 (22.7%) der 1'818 Patienten wurde die Diagnose Myokardinfarkt gestellt. Die ROC (Area under the receiver oparating characteristic)-Kurve als Mass für die diagnostische Genauigkeit lag beim hochsensitiven Test bei 0.96 und beim Standardtest bei 0.92. Beide Tests waren gegenüber den anderen Biomarkern hinsichtlich diagnostischer Treffsicherheit überlegen. Die einmalige Bestimmung mit dem hochsensitiven Test hatte eine diagnostische Sensitivität von 82.3% und einen negativen prädiktiven Wert (Infarktausschluss) von 94.7%. Beim einmaligen Standardtest lag die Sensitivität bei 79.4% und der negative prädiktive Wert bei 94%. Mit den ersten beiden Messungen (bei Aufnahme und drei Stunden später)wurde bei beiden Tests eine Sensitivität von 98.2% und ein negativer Vorhersagewert von 99.4% erreicht. Auch der positive Vorhersagewert erhöhte sich gegenüber der einmaligen Messung beachtlich: 96.1% gegenüber 80.9% beim Standardtest und 95.8% gegenüber 75.1% beim hochsensitiven Test. 

 

Fazit der Autoren: Die zweimalige Troponinbestimmung im Abstand von drei Stunden verbessert die Infarktdiagnose bzw. ermöglicht einen sicheren Ausschluss.

 

Link zur Studie

JAMA 2011;306:2684-2693 - Keller T et al.

28.12.2011 - gem

 
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