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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 09. Februar 2012
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Paroxysmales Vorhofflimmern: Ablation versus Antiarryhthmika
 
Trotz nicht ganz überzeugender Datenlage und häufiger Nebenwirkungen werden Antiarrhythmika bei paroxysmalem Vorhofflimmern eingesetzt. In einer im JAMA publizierten Studie wurde die Wirksamkeit der Katheterablation als Therapiealternative mit dem Effekt von Antiarrhythmika verglichen.

167 Patienten mit einem symptomatischen paroxysmalen Vorhofflimmern ohne Ansprechen auf mindestens ein antiarrhythmisch wirkendes Medikament (3 Flimmerepisoden oder mehr in den letzten 6 Monaten) nahmen an der randomisierten Multizenterstudie teil. Im Verhältnis 2:1 wurden sie entweder abladiert oder medikamentös mit Dofetilid, Flecainid, Propafenon, Sotalol oder Quinidin behandelt. Primärer Endpunkt war die Zeit bis zum Therapieversagen. Ein weiterer Endpunkt war das Auftreten von Nebenwirkungen.

 

Nach einem Follow-up von 9 Monaten betrug der Anteil an Patienten ohne Therapieversagen in der Ablationsgruppe 66% und in der Medikamentengruppe 16% (Hazard Ratio 0.30, p<0.001). Schwerere unerwünschte Ereignisse innerhalb von 30 Tagen nach Randomisierung traten nach Ablation bei 4.9% und unter Antiarrhythmika bei 8.8% der Patienten auf. Die Lebensqualität verbesserte sich in der Ablationsgruppe gegenüber der medikamentös behandelten Gruppe signifikant.

 

Konklusion der Autoren: Die Katheterablation war bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern, welche auf mindestens ein Antiarrhythmikum nicht angesprochen hatten, hoch signifikant effektiver als antiarrhythmische Medikamente.

 

Link zur Studie


JAMA 2010;303:333-340 - Wilber DJ et al

28.01.2010 - dde


 

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