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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 21. Mai 2012
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Metaanalyse: Vorteile für Enoxaparin bei PCI
 
Bei einer perkutanen Koronarintervention (PCI) für Patienten mit akutem Koronarsyndrom scheint Enoxaparin Vorteile zu bieten: Sterberaten und die Rate schwerer Blutungen sind mit dem niedermolekularen Heparin niedriger als mit unfraktioniertem Heparin (UFH).

Die Autoren suchten in Medline und Cochrane nach randomisierte und nicht randomisierte Vergleichsstudien mit Enoxaparin und UFH bei PCI, die als Endpunkte sowohl die Mortalität (Wirksamkeit) als auch die Blutungsraten (Sicherheit) evaluierten.

 

23 passende Studien mit insgesamt 30'966 Patienten wurden ausgewertet. 10'243 STEMI-Patienten (33.1%) hatten eine primäre PCI erhalten, 8'750 (28.2%) hatten sich einer sekundären PCI nach Fibrinolyse unterzogen und 11'973 Patienten mit non STEMI oder stabiler KHK (38.7%) waren für eine PCI vorgesehen gewesen. 13'943 Patienten (45%) waren mit Enoxaparin und 17'023 (55%) mit UFH behandelt worden. Enoxaparin senkte gegenüber UHF signfikant die Mortalität um 44% (p<0.001), die Rate für Tod oder Myokardinfarkt um 32% (p<0.001), das Risiko für Komplikationen des Myokardinfarkts um 25% (p<0.001) und die Rate schwerer Blutungen um 20% (p=0.009). Dabei profitierten Patienten mit primärer PCI am deutlichsten von Enoxaparin. Bei ihnen war die Mortalität um 48% (p<0.001) und die Rate schwerer Blutungen um 28% (p=0.01) niedriger im Vergleich zu Patienten mit UHF.

 

Konklusion der Autoren: Bei Patienten, die sich einer PCI unterziehen müssen, dürfte Enoxaparin vorteilhafter sein als UFH bezüglich Mortalitäts- und Blutungsrate, wobei STEMI-Patienten mit primärer PCI am deutlichsten profitieren dürften.

 

Link zur Studie


BMJ 2012;344:e553 - Silvain J et al.

08.02.2012 - gem


 

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