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Sie sind hier: Fachliteratur » Medizin Spektrum 01. Oktober 2020
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Elektrophysiologie

Die Elektrophysiologie befasst sich mit dem Herzrhythmus. Viele Rhythmusstörungen kommen bei herzgesunden Menschen vor und stören nicht. Manchmal aber können sie sehr lästig werden und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. In anderen Fällen sind sie für kurze Bewusstlosigkeitsanfälle (sog. Synkopen) verantwortlich und erfordern eine fachärztliche Abklärung. Je nach Ursache ist die Therapie sehr unterschiedlich. Im einen Fall kann sie in der Implantation eines Schrittmachers bestehen, im anderen Falle in einer medikamentösen Behandlung. Ergibt die Abklärung das Vorliegen von potentiell lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen, kann die Implantation eines vollautomatischen Defibrillators notwendig sein, welcher in der Lage ist, in wenigen Sekunden sonst tödlich verlaufendes Kammerflimmern mit einem elektrischen Impuls zu beenden.

 

Eine häufige Art von Rhythmusstörungen ist anfallsartiges Herzrasen. Es kommt in sehr verschiedenen Formen und aufgrund verschiedenster Mechanismen vor. Dem Elektrophysiologen stehen heute nicht nur Medikamente, Schrittmacher und automatische Defibrillatoren zur Verfügung, sondern er kann fast alle Formen von Herzrasen kurativ behandeln, d.h. einer definitiven Heilbehandlung zuführen. Dies geschieht mittels Kathetertechnik, indem in örtlicher Betäubung in der Leiste feine Katheter eingeführt und in das Herz vorgeschoben werden, um die für die Rhythmusstörung verantwortliche Stelle gezielt zu veröden.

 

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste Rhythmusstörung überhaupt. Sie kommt bei Herzgesunden und bei Kranken vor und erfordert immer eine differenzierte Behandlung, d.h. die Therapie muss von Patient zu Patient individuell gewählt werden. Wenn Vorhofflimmern sehr störend ist und einer medikamentösen Behandlung nicht zugänglich ist, so besteht heute auch hier die Möglichkeit einer definitiven Heilbehandlung mit dem Katheter.

 

Vorhofflimmern entsteht in vielen Fällen aufgrund von sehr hochfrequenten elektrischen Entladungen von Muskelzellen in den Lungenvenen, welche das Blut von den Lungen angereichert mit Sauerstoff in den linken Vorhof leiten. Diese elektrischen Entladungen werden in die Vorhöfe geleitet und können Vorhofflimmern auslösen, welches eine koordinierte Pumpaktion der Vorhöfe verunmöglicht. Die Folgen können Müdigkeit, Muskelschwäche, Schwindel, Druck auf der Brust, Atemnot oder Herzklopfen sein. Eine gefürchtete Komplikation ist die Bildung von Blutgerinnseln im Vorhof, welche zu einem Schlaganfall führen können.

 

Dr. med. J. Fuhrer, Leiter Rhythmologie & Elektrophysiologie, Kardiologie, Schweizer Herz- und Gefässzentrum Bern, Universitätsklinik Inselspital, 3010 Bern.



 
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