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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 05. Dezember 2020
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Rauchstopp auch nach Diagnose Lungenkrebs lebenswichtig

Rauchen könnte nicht nur zur Entwicklung von Lungenmalignomen führen, sondern diese auch in ihrer Progression begünstigen. Eine systematische Review und Metaanalyse ist der Frage nach der Beeinflussung der Prognose durch die Entwöhnung vom Rauchen nach Diagnose eines malignen Lungentumors nachgegangen.

Die Datenbanken CINAHL, Embase, Medline, Web of Science und CENTRAL sowie Referenzlisten identifizierter Artikel dienten den Autoren als Quellen. Sie schlossen randomisierte und Beobachtungs-Longitudinalstudien, welche den Effekt des Rauchstopps auf die Prognose von Patienten mit Lungenkrebs untersuchten, in ihre Review und Metaanalyse ein. Aus den Daten berechneten die Studienautoren die Fünfjahres-Überlebensrate für Patienten mit wenig und moderat fortgeschrittenem nicht kleinzelligem Lungenmalignom je nach Nikotinkonsum.

 

In 9 von 10 Studien wurden vor allem Lungentumor-Patienten in frühem Krankheitsstadium untersucht. Solche, die nach Diagnose mit Rauchen weiterfuhren, hatten ein signifikant erhöhtes Risiko, zu sterben (Hazard Ratio 2.94) oder ein Rezidiv zu erleiden (HR 1.86). Bei weiter rauchenden Betroffenen mit moderat fortgeschrittenem Tumor betrugen die Hazard Ratios 1.86 für die Gesamtmortalität, 1.26 für ein Rezidiv und 4.31 für die Identifikation eines Zweittumors. Die Fünfjahres-Überlebenesrate betrug bei 65-jährigen Patienten mit einem nicht kleinzelligen Lungenmalignom im Frühstadium 33% bei Rauchern und 70% bei solchen, die mit Rauchen aufhörten. Bei moderat fortgeschrittenem Krankheitsstadium betrugen die berechneten Fünfjahres-Überlebensraten 29% (Raucher) und 63% (Exraucher).

 

Konklusion der Autoren: Diese Daten sprechen klar dafür, dass ein Rauchstopp nach früher Diagnose eines malignen Lungentumors die Prognose der Patienten verbessert; gemäss Lebenstabellen ist die Reduktion durch den Rauchstopp grösser als der Benefit, welcher aufgrund der Reduktion kardiopulmonaler Ereignisse zu erwarten wäre.

 

Link zur Studie

BMJ 2010;340:b5569 - Parsons A et al

01.02.2010 - dde

 
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