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Raucherentwöhnung beim Hausarzt - eine Kosteneffektivitätsanalyse

Drei Strategien zur Raucherentwöhnung, die in Deutschland von Hausärzten angeboten werden, waren Gegenstand einer Kosteneffektivitätsanalyse, deren Ergebnisse in der aktuellen Februar-Ausgabe der Archives of Internal Medicine publiziert wurden.

Die Autoren bestimmten die Raucherentwöhnungsraten und Interventionskosten bei 577 Rauchern aus 82 hausärztlichen Praxen über einen Zeitraum von 12 Monaten. Die drei Strategien zur Raucherentwöhnung waren:

  • Ärztliche Schulung plus Arzt-Honorar für jeden abstinenten Patienten (Strategie 1)
  • Ärztliche Schulung plus kostenfreier Nikotinersatz und/oder Bupropion für Patienten (Strategie 2)
  • Kombination der beiden ersten Strategien (Strategie 3)

Primärer Endpunkt waren die Abstinenzraten nach 12 Monaten, die zur Berechnung der inkrementellen Kosteneffektivität (Mehrkosten pro zusätzlich gewonnener Nutzeneinheit) und der Kosten pro zusätzlichem Exraucher (net monetary benefits) herangezogen wurden.

 

Strategie 1 war nicht effektiver als die üblichen Methoden. Als kosteneffektiv erwiesen sich hingegen Strategie 2 und 3 (6.96 Euro respektive 6.96 Euro zusätzliche Kosten pro 1% Patienten, die nach 12 Monaten abstinent waren). Somit fielen bei Strategie 2 für jeden zusätzlichen Exraucher 92.12 Euro an. Bei Strategie 3 waren es 82.82 Euro für jeden zusätzlichen Exraucher. Beide Strategien waren bezüglich Kosteneffektivität vergleichbar und beide erwiesen sich in der Sensitivitätsanalyse gegenüber den üblichen Methoden als stabil.

 

Konklusion der Autoren: Strategie 2 und 3 haben ein grosses Potenzial, die Nikotin-bedingte Morbidität mit geringem Kostenaufwand zu senken. Diese Strategien sollten unbedingt routinemässig in ärztlichen Praxen angeboten werden, zumal der Nikotinersatz in vielen Ländern von den Krankenversicherern nicht gedeckt wird.

 

Link zur Studie

Arch Intern Med 2009;169:230-235 - Salize HJ et al.

10.02.2009 - gem

 
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