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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 31. Mai 2020
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Operation nach Kreuzbandriss nicht zwingend

Aus Angst vor Instabilität und damit verfrühter Arthrose wird ein gerissenes vorderes Kreuzband bei jungen Leuten meistens rasch operiert. In einer randomisierten Studie haben Frobell und Kollegen die Resultate des primär chirurgischen mit denjenigen des primär konservativen Vorgehens verglichen.

121 junge, aktive Erwachsene mit einem vorderen Kreuzbandriss nahmen an der randomisierten Studie teil. Entweder erfolgte eine strukturierte Rehabilitation mit früher Kreuzbandrekonstruktion (Gruppe 1) oder eine Rehabilitation mit der Option einer Operation, wenn notwendig (Gruppe 2). Primäre Endpunkte waren Schmerz, andere Symptome, Funktion und Lebensqualität im KOOS-Score (Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score, Skala von 0 [am schlechtesten] bis 100 [am besten]) nach 2 Jahren.

 

Von 62 Patienten in Gruppe 1 wurden alle bis auf einen operiert. Von den 59 primär konservativ Therapierten beanspruchten 23 eine Kreuzbandrekonstruktion im Verlauf. Die Veränderung des KOOS-Scores zwischen Studieneinschluss und 2 Jahren danach waren in den beiden Gruppen praktisch identisch (39.2 Punkte versus 39.4 Punkte, p=0.96). Auch bezüglich sekundärer Endpunkte und Nebenwirkungen waren keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Therapiegruppen nachweisbar.

 

Konklusion der Autoren: Eine primär konservative Therapie mit Option einer Operation bei Bedarf ist bei jungen, aktiven Erwachsenen mit einer vorderen Kreuzbandruptur dem primär operativen Vorgehen nicht unterlegen. Bei weniger als der Hälfte der Patienten war innerhalb von 2 Jahren eine operative Kreuzbandrekonstruktion notwendig.

 

Link zur Studie

NEJM 2010;363:331-342 - Frobell RB et al

23.07.2010 - dde

 
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