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Nahrungsmittelallergie: Zwischenfälle bei Kleinkindern häufig

In einer prospektiven Studie im Pediatrics wurden die Umstände für allergische Zwischenfälle bei Kleinkindern im Zusammenhang mit Nahrsungsmittelallergien untersucht. Danach treten solche Zwischenfälle, mit zum Teil auch schweren Reaktionen, häufiger auf als bisher vermutet wurde.

512 Kleinkinder im Alter zwischen 3 und 15 Monaten mit einer nachgwiesenen oder wahrscheinlichen Milch- oder Eier-Allergie wurden im Rahmen einer mutlizentrischen Beobachtungsstudie 3 Jahre lang begleitet.

 

In dieser Zeit traten 1'171 allergische Zwischenfälle auf, was einer jährlichen Inzidenz von 0.81 entspricht. Bei 52.5% der Kinder kam es zu mehr als einem Vorfall. In den meisten Fällen (71.2%) erfolgte das Füttern der allergenen Nahrungsmittel unbewusst, vor allem aufgrund unbeabsichtigter Nahrungsaufnahme, falsches interpretieren der Inhaltsstoffe oder Kreuzallergien. In 11.2% der Vorfälle wurden die bekannt allergenen Nahrungsmittel aus unbekannten Gründen mehr oder weniger bewusst gefüttert. In 50.6% der Fälle waren andere Personen als die Eltern für die Zwischenfälle verantwortlich. Die Wahrscheinlichkeit für einen allergischen Vorfall stieg mit der Anzahl Nahrungsmittel, auf die ein Kind allergisch war. Ebenso mit der Höhe der IgE-Blutspiegel (p=0.0001 für beide). 11.4% der Reaktionen verliefen schwer, aber nur in 29.9% dieser Fälle erfolgte eine notfallmässige Epinephrin-Injektion. Entweder wurde die allergische Reaktion als nicht gefährlich erachtet oder die Präparate waren nicht verfügbar oder die Eltern bzw. Betreuer trauten sich nicht die Injektion zu verabreichen.

 

Konklusion der Autoren: Bei Kleinkindern mit Lebensmittelallergien sind allgerische Zwischenfälle häufig. Besonders problematisch dabei ist, dass in vielen Fällen eine Injektion mit Notfall-Präparaten nicht erfolgt. Eltern und Betreuer sollen über die Umstände und Gefahren sowie richtiges Verhalten im Notfall besser aufgeklärt und geschult werden.

 

Link zur Studie

Pediatrics 2012; Online Publikation am 25. Juni - Fleischer DM et al.

27.06.2012 - gem

 
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