Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 16. April 2021
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Metaanalyse: Kurzzeit-Effektivität von Schlafmitteln bei über 60-Jährigen

Diese im BMJ veröffentlichte Metaanalyse untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von gebräuchlichen Schlafmitteln in der Kurzzeitbehandlung einer Schlaflosigkeit älterer Personen.
Die Datensuche erfolgte in Medline, Embase, Cochrane Database, PubMed und PsychLit. Ebenso wurden Bibliographien veröffentlicher Reviews und Metaanalysen sowie unveröffentlichte Studien der Hersteller neuerer sedativer Hypnotika (Zaleplon, Zolpidem, Zopiclon) herangezogen. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien, die jegliche pharmakologische Behandlung einer Schlaflosigkeit für mindestens 5 Folgenächte bei über 60-Jährigen ohne weitere psychiatrische oder psychologische Erkrankung untersuchten.

 

24 Studien mit insgesamt 2'417 Teilnehmern wurden identifiziert. Im Vergleich zu Placebo wurde durch die Schlafmitteleinnahme die Schlafqualität verbessert (p<0.05), die Schlafdauer durchschnittlich um 25.2 Minuten verlängert (p<0.001) und die Anzahl Schlafunterbrüche reduziert (p<0.001). Unerwünschte Nebenwirkungen traten unter Sedativa häufiger auf, wobei kognitive Ereignisse um das 4.78-fache (p<0.01), psychomotorische Ereignisse um das 2.61-fache (p>0.05) und Tagesmüdigkeit um das 3.82-fache (p<0.001) häufiger waren als unter Placebo.

 

Konklusion der Autoren: Die Schlafverbesserung durch Schlafmittel ist statistisch signifikant, das Ausmass des Effekts jedoch gering. Das signifikant erhöhte Risiko für unerwünschte Ereignisse ist vor allem bei älteren Menschen mit erhöhter Sturzgefahr und kognitiven Einschränkungen von klinischer Bedeutung. Der Vorteil der Sedativa bei über 60-Jährigen rechtfertigt das erhöhte Risiko für unerwünschte Ereignisse kaum, insbesondere, wenn bereits kognitive und psychomotorische Risikofaktoren bestehen.

 

Link zur Studie

BMJ 2005;331:1169 - Glass J et al

22.11.2005 - gem

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachbereiche
Psychiatrie

Artikel zum Thema
medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1