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Komplizierte intraabdominelle Infektionen: Antibiotika-Kurzzeittherapie reicht aus

Komplizierte intraabdominelle Infektionen – solche also, die über die Organgrenze hinaus in den Bauchraum übergreifen und zu Peritonitis und Abszessen führen – werden nach chirurgischer Herdsanierung traditionell so lange mit Antibiotika behandelt, bis Klinik und Laborwerte sich erholt haben, im Schnitt etwa 10 bis 14 Tage. Eine Studie im NEJM untersuchte, ob die Antibiotikagabe auch verkürzt werden kann.

In einer grossen amerikanisch-kanadischen Multizenterstudie wurden 518 Patienten mit chirurgisch erfolgreich sanierten komplizierten intraabdominellen Infektionen in zwei Gruppen randomisiert. Sie erhielten entweder eine übliche Antibiotikatherapie bis 2 Tage nach Rückgang von Fieber, Leukozytenzahl und Ileussymptomatik - maximal aber für 10 Tage - (Kontrollgruppe) oder aber eine verkürzte Antibiotikatherapie über 4-5 Tage. Primärer Endpunkt der Studie war ein Komposit aus chirurgischer Wundinfektion, rezidiverender intraabdomineller Infektion oder Tod innert 30 Tagen nach Primärversorgung. Sekundäre Endpunkte waren Therapiedauer und Auftreten von nachfolgenden Infektionen.

 

Im primären Endpunkt der Studie ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen: Er trat bei 21.8% der kürzer therapierten Patienten verglichen mit 22.3% der länger therapierten Patienten auf (p=0.92). Auch einzeln betrachtet waren die Endpunktereignisse in beiden Gruppen etwa gleich häufig. Die Therapiedauer betrug im Schnitt 4 Tage bei der Kurzzeittherapie verglichen mit durchschnittlich 8 Tagen in der Kontrollgruppe. Nachfolgende Infektionen traten vergleichbar häufig auf.

 

Fazit der Autoren: Die verkürzte Antibiotikatherapie (4 Tage) bei komplizierten intraabdominellen Infektionen und erfolgreich durchgeführter chirurgischer Herdsanierung ist mit der längeren Antibiotikatherapie vergleichbar.

 

Link zur Studie

N Engl J Med 2015; 372:1996-2005 - Sawyer RG et al.

27.05.2015 - undefined

 
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