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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 01. Dezember 2020
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Ganzhirnbestrahlung mit oder ohne stereotaktische Radiochirurgie bei Hirnmetastasen

40% der Patienten mit einem systemischen Karzinom leiden an Hirnmetastasen. Die mittlere Überlebenszeit dieser Patienten beträgt unter Kortison 1-2 Monate. Die Überlebenszeit kann mit einer Ganzhirnbestrahlung auf 6 Monate verlängert werden. Diese Studie analysierte, ob Patienten mit Hirnmetastasen von einer Ganzhirnbestrahlung in Kombination mit einer stereotaktischen Radiochirurgie (Gamma Knife, LINAC-basiert) profitieren.

Die Studie wurde randomisiert, an verschiedenen Zentren, durchgeführt und von der „Radiation Therapy Oncology Group“ (RTOG) überwacht. Patienten mit zwischen einer und drei neu diagnostizierten Hirnmetastasen wurden eingeschlossen und entweder mit einer Ganzhirnbestrahlung oder einer Ganzhirnbestrahlung, gefolgt von einer stereotaktischen Radiochirurgie, behandelt. An Hand der Anzahl Hirnmetastasen und des extrakraniellen Krankheitszustands gruppierte man die Patientendaten. Der primäre Endpunkt war das Überleben, sekundäre Endpunkte waren unter anderem die Tumoransprechrate, die intrakranielle Rückfallrate und die Todesraten je nach Ursache.

 

333 Patienten von 55 RTOG überwachten Zentren nahmen an der Studie teil. 164 erhielten eine Ganzhirnbestrahlung, 167 die kombinierte Therapie. Die univariante Analyse zeigte, dass Patienten mit einer Hirnmetastase hinsichtlich des Überlebens von der kombinierten Behandlung profitierten (mittlere Überlebenszeit: 6.5 vs 4.9 Monate, p=0·039). Der „Karnofsky Performance Status“ (KPS) war während des 6monatigen Follow ups bei der stereotaktisch behandelten Gruppe stabil oder besser als bei der anderen Gruppe (p=0.03). Bei der multivarianten Analyse waren ein RPA-Klasse 1 Status (Hirnmetastasenklassifizierung: KPS > 70, Alter < 65, nur Hirnmetastasen, Krankheit kontrolliert) und ein günstiger histologischer Befund Prädiktoren für ein längeres Überleben.

 

Konklusion der Autoren: Alle Patienten mit Hirnmetastasen profitieren von der kombinierten Behandlung (Ganzhirnbestrahlung plus Radiochirurgie) hinsichtlich des funktionellen autonomen Status (KPS). Bei Patienten mit einer Hirnmetastase konnte auch das Gesamtüberleben verbessert werden. Bei Patienten mit einer Hirnmetastase sollte, gemäss den Studienautoren, diese Behandlungskombination die Standardtherapie sein.

Lancet 2004;363:1665-72 - D. Andrews et al

24.05.2004 - undefined

 
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