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Depression: Online-basierte Insomnietherapie wirkt präventiv

Depressionen und Insomnie gehen meist Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig. Patienten sind aber eher geneigt, wegen Schlafstörungen als wegen Depressionen Hilfe aufzusuchen. Die GoodNight-Studie untersuchte deshalb, ob sich ein Online-Selbsthilfeprogramm für Insomniebetroffene dazu eignet, Depressionen wirksam vorzubeugen.

In die randomisierte kontrollierte Studie der Australian National University wurden 1149 Internet-User im Alter von 18 bis 64 Jahren eingeschlossen, die an Insomnie und depressiven Symptomen litten, jedoch noch nicht für eine Major Depression qualifizierten. Während 6 Wochen sollte die Interventionsgruppe an einem auf kognitiver Verhaltenstherapie basierenden Online-Selbsthilfeprogramm für Insomnie teilnehmen (SHUTi, Sleep Healthy Using the Internet) und die Kontrollgruppe ein Online-Plazeboprogramm mit allgemeinen Gesundheitsinformationen (HealthWatch) absolvieren. Primärer Endpunkt war das Ausmass depressiver Symptome nach 6 Monaten entsprechend dem Patient Health Questionnaire PHQ-9 (Depressionsmodul des Gesundheitsfragebogens für Patienten).

 

581 Studienteilnehmer (51%) konnten nach 6 Wochen und 504 (44%) nach 6 Monaten beurteilt werden. Die depressiven Symptome hatten in der Interventionsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe sowohl nach 6 Wochen als auch nach 6 Monaten signifikant abgenommen (p<0.0001). Hinsichtlich Entwicklung einer Major Depression hingegen brachte das Selbsthilfeprogramm keinen Vorteil: 9 Teilnehmer der Interventionsgruppe respektve 13 Teilnehmer der Plazebogruppe hatten nach 6 Monaten eine Major Depression entwickelt (p=0.32). Nebenwirkungen wurden bei beiden Programmen keine beobachtet.

 

Fazit der Autoren: Die online vermittelte kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie ist gleichzeitig auch ein wirksames Mittel gegen depressive Symptome. Praktisch daran: Durch die internet-basierte Anwendung könnte so laut Studienautoren einer breiten Bevölkerung der Zugang zu effizienten Behandlungs- und Präventionsprogrammen ermöglicht werden.

 

Link zur Studie

Lancet Psychiatry 2016, Online-Publikation am 27. Januar - Christensen H et al.

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