Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 28. Oktober 2020
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Achalasie: Dilatation versus Operation

Schluckstörungen im Rahmen einer oesophagealen Achalasie werden zunehmend durch die laparoskopische Myotomie nach Heller behandelt. Im NEJM wurde nun eine Studie publiziert, in welcher Betroffene einer Achalasie entweder mit der weniger invasiven pneumatischen Dilatation oder operativ behandelt wurden.

Die Autoren schlossen 201 Patienten mit einer neu diagnostizierten Achalasie in ihre Studie ein. Je nach Randomisierung erfolgte eine laparoskopische Operation nach Heller mit Fundoplikatio oder eine Behandlung mittels pneumatischer Dilatation. Jährlich erfolgten Kontrollen mit Beurteilung der Symptome wie Gewichtsverlust, Dysphagie, retrosternale Schmerzen und Regurgitation im Eckardt Score (0-12 Punkte, wobei 12 = stärkste Symptomatik). Primärer Studienendpunkt war ein Therapieerfolg, definiert als Verbesserung des Eckardt Scores auf maximal 3 Punkte. Sekundäre Endpunkte waren Notwendigkeit für eine erneute Behandlung, Druck im unteren Oesophagussphinkter, Entleerungsgeschwindigkeit des Oesophagus, Lebensqualität und Komplikationsrate. Der mittlere Follow-up betrug 3.5 Jahre.

 

In der intention-to-treat Analyse betrug die Erfolgsrate in der Dilatationsgruppe 90% nach einem Jahr und 86% nach 2 Jahren, verglichen mit 93% nach einem Jahr und 90% nach 2 Jahren in der Myotomiegruppe (p=0.46). Auch bezüglich sekundärer Endpunkte zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsarmen. Die Resultate in der per-Protokoll Analyse waren ähnlich. 4% der Patienten erlitten nach Dilatation eine Oesophagusperforation und 12% wiesen nach Myotomie Mukosaverletzungen auf. Bei 15% der Dilatationsgruppe und 23% der Myotomiegruppe war nach Behandlung eine abnormale Säureexposition nachweisbar (p=0.28).

 

Konklusion der Autoren: Innerhalb von 2 Jahren nach Behandlung ist bei Patienten mit einer Achalasie von einer laparoskopischen Myotomie nach Heller nicht mehr Erfolg zu erwarten als von der pneumatischen Dilatation.

N Engl J Med 2011;364:1807-1816 - Boeckxstaens GE et al

12.05.2011 - dde

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Abonnieren Sie den Tellmed-Newsletter

Anmelden >>

Fachbereiche
Chirurgie
Gastroenterologie
Innere Medizin

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1