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Herzinsuffizienz (HI)

Eine sehr interessante Studie wurde am letzten Tag des ACC 2007 präsentiert: die SPICE-Studie. Darin wurden über 2'000 Patienten mit einer HI NYHA II bis III zusätzlich zur optimalen medikamentösen Therapie mit entweder Weissdorn Extrakt WS 1442 oder mit Placebo behandelt. Der primäre Endpunkt, eine Kombination von kardialem Tod, Myokardinfarkt oder Hospitalisation aufgrund der HI, war unter WS 1442 geringer, wenn auch statistisch nicht signifkant. Die kardiale Mortalität nach 12 und 18 Monaten war in der Weissdorn-Gruppe signifikant geringer als in der Placebogruppe, nach 24 Monaten war der Unterschied nicht mehr signifikant. Plötzliche Herztodesfälle waren bei Patienten mit einer EF > 25% unter Weissdorn signifikant seltener. Nebenwirkungen waren in der Weissdorngruppe nicht häufiger als in der Placebogruppe.

 

Nesiritid, ein in der akuten Herzinsuffizienz eingesetztes Medikament, hat sich in der FUSION II Studie bei chronisch dekompeniserter HI als nicht effektiv zur Reduktion kardialer Ereignisse erwiesen. Die gute Nachricht: Die Befürchtung aus früheren Studien, dass Nesiritid die Nierenfunktion verschlechtern und die Mortalität erhöhen könnte, wurden in der FUSION II Studie nicht bestätigt.

 

Die Gabe von Tolvaptan, einem Vasopressinrezeptor-Antagonisten, bei Patienten mit akuter HI hatte keinen Einfluss auf die harten klinischen Endpunkte, obwohl das Körpergewicht gesenkt werden konnte. Aber auch hier eine gute Nachricht: Hyponatriämien, ein prognostisch sehr ungünstiges Zeichen, traten unter Tolvaptan sehr selten auf.

 

Langzeit-Follow-up Daten der EPHESUS-Studie haben gezeigt, dass die frühe Verabreichung des Aldosteron-Antagonisten Epleronon (innerhalb von 3-7 Tagen) gegenüber der späteren Gabe (erst nach 2 Wochen), bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz, die Gesamtmortalität sowie die kardiale Mortalität signifikant senkt. Konklusion: Aldosteron-Antagonisten bei akutem Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz also innerhalb der ersten Woche nach Ereignis einführen.

 

Die fortschreitende Technologie bei linksventrikulären Devices bei Patienten mit schwerer HI zeigt auch klinische Erfolge (HEART MATE II Studie: weniger Blutungen, weniger Infektionen, weniger Hirnschläge).

 

 
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18.04.2007 - dde
 



 
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