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Neurodermitis

Störung der Hautbarriere genetisch bedingt

Neurodermitis wird weitgehend als eine Störung des Immunsystems angesehen; viele Patienten leiden gleichzeitig auch unter Allergien wie Asthma oder Heuschnupfen sowie unter Lebensmittelunverträglichkeiten. Schon lange wird vermutet, dass die chronisch-entzündliche Hauterkrankung einen starken genetischen Hintergrund hat: Familien- und Zwillingsstudien schätzen den Einfluss genetischer Faktoren auf 60 bis 70 Prozent; bei eineiigen Zwillingen sogar auf 80 Prozent. Jetzt hat eine internationale Forschergruppe, an der auch österreichische Experten der Universität Innsbruck und deutsche Wissenschaftler aus München beteiligt sind, unter Führung von Prof. Irwin McLean von der Universität Dundee in Schottland, festgestellt, dass das atopische Ekzem stark mit bestimmten Mutationen im so genannten Filaggrin-Gen (FLG) verbunden ist. Das FLG steuert die Produktion eines gleichnamigen Proteins, das für die äussere Hautbarriere von grosser Bedeutung ist. Bei vielen Neurodermitispatienten ist diese Barrierefunktion gestört, was sich in trockener und leicht reizbarer Haut bemerkbar macht. Die geschwächte Barriere begünstigt wahrscheinlich ein erleichtertes Eindringen von Allergenen und erhöht die

Entzündungsbereitschaft der sensiblen Haut.

 

Mutation zunächst bei Ichthyosis vulgaris identifiziert

Ein Drittel der Patienten mit Ichthiosis vulgaris leidet gleichzeitig unter Neurodermitis. Bei den Betroffenen wurden Mutationen in einem Gen entdeckt, das die Bauanleitung für das Protein Filaggrin enthält. Das Protein unterstützt offensichtlich die wichtige Schutzfunktion der Haut. Prof. Ring: „Die Forschungen haben ergeben, dass über 30 Prozent der Neurodermitispatienten den Gendefekt in sich tragen. Dieses neue Wissen wird uns helfen, das Krankheitsgeschehen im Zusammenhang mit der gestörten Barrierefunktion besser zu verstehen und langfristig daraus therapeutische Konsequenzen zu entwickeln.“ Eine grosse klinische Studie, an der 476 Familien beteiligt waren, hat jetzt erstmals den Stellenwert des FLG-Gens bei der Entstehung von Neurodermitis belegt.

 

 
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20.06.2007 - dde
 



 
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