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Richtig
Die EKG-Veränderungen passen gut zu einer hypertrophen Kardiomyopathie (die bei einem Herzecho bestätigt wurde): Asymmetrische T-Veränderungen, besonders gut in V4 und V5 sichtbar, sowie auffällig tiefe S-Zacken in V2 und V3, zusammen 4.3 mV messend, wobei ein Wert > 3.2 mV als pathologisch gilt.
Kommentar
Das vorliegende EKG zeigt den typischen wenn auch nicht sehr ausgeprägten Befund bei hypertropher Kardiomyopathie. Typisch sind die asymmetrischen T-Wellen-Veränderungen, die am deutlichsten in V4 und V5, aber auch in V3, V6 sowie I und aVL vorhanden sind. Dazu passen die etwas zögerliche R-Progression von V1 bis V4 mit tiefen, bis V3 sogar noch zunehmenden S-Zacken, die in V2 + V3 zusammen 4.3 mV messen, was als pathologisch gilt. Andere Hypertrophie-Indizes wie beispielsweise der Sokolow-Index (S in V1 + R in V5 > 3.5 mV) sind in diesem Beispiel nicht pathologisch. Allerdings ist dieser Index bei jüngeren Patienten – wie in unserem Fall – oft nicht sehr sensitiv und spezifisch. Typisch wären bei einer ausgeprägten hypertrophen Kardiomyopathie zudem Q-Zacken (ohne infarkttypisches Lokalisationsmuster) v.a. in den lateralen und manchmal inferioren Ableitungen (I, V4-V6, manchmal II, III, AVF) als Ausdruck der Septumhypertrophie.