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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 23. Mai 2012
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Ischämie, Myokardinfarkt

NSTE-ACS (akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung)

Die Einjahres-Resultate der ACUITY-Studie (Evaluation der Effektivität von Bivalirudin bei Patienten mit ACS) haben die Wichtigkeit der Prävention von Blutungen für die Prognose von Patienten mit ACS unterstrichen. Patienten, welche in der frühen Phase eine Blutung erlitten, hatten nach einem Jahr die höchste Mortalität.

 

Die MERLIN-Studie hat den Effekt von Ranolazin, zuerst iv, dann per os (1000 mg zweimal täglich), während einem Follow-up von einem Jahr untersucht. Der primäre Endpunkt, bestehend aus kardiovaskulärem Tod, Myokardinfarkt oder Ischämierezidiv, konnte durch Ranolazin gegenüber Placebo nicht reduziert werden. In der Phase der oralen Medikation war jedoch eine geringere Ischämierezidivrate unter Ranolazin nachweisbar.

 

Eher enttäuschende Ergebnisse resultierten aus der ARISE-Studie: Die Verabreichung eines neuen Antioxidans - Succinobucol – konnte die Rate kardiovaskulärer Ereignisse bei über 6'000 Patienten mit ACS nicht senken. Fälle von Diabetes konnten zwar verhindert werden, dafür traten z.B. vermehrt Fälle von Herzinsuffizienz auf. Insgesamt also kein deutlicher Benefit.

 

STEMI (Myokardinfarkt mit ST-Hebung)

Der Fokus lag bei Studien zur Reduktion der Infarktgrösse. Die Evaluation eines neuen Protein C Kinasehemmers hat viel versprechende Resultate gezeigt, ein signifikanter Einfluss auf klinische Endpunkte konnte bisher allerdings nicht nachgewiesen werden. Von der Front der Stammzelltransplantation kommen bisher keine durchschlagenden Erfolgsmeldungen, weitere Untersuchungen sind jedoch gerechtfertigt.

 

Fortschritte im Management: Neue Resultate zeigen einmal mehr, wie wichtig die Zeit bis zur Revaskularisation (Door to Baloon Time) ist. In den letzten Jahren hat diese Zeitperiode abgenommen. Die Bildung regionaler Netzwerke zur Verbesserung der Zusammenarbeit hat einen günstigen Einfluss auf die Triage von Herzinfarktpatienten. Ältere Patienten sollten nicht untertherapiert werden.

 

Bei Schockpatienten hängt die Prognose sehr stark von der initialen Therapie ab. Demnach lohnt sich gemäss Experten eine aggressive Behandlung in der frühen Phase auf alle Fälle.

 

Chronisch stabile KHK/Angina pectoris

Auf die Reduktion rezidiverender Ischämien unter Ranolazin in der stabilen Phase nach ACS (MERLIN-Studie) wurde bereits eingegangen. Intensiv diskutiert wurden die Resultate der COURAGE-Studie, wo über 2'200 Patienten mit stabiler KHK entweder optimal medikamentös mit oder ohne PTCA behandelt wurden. Während eines Follow-ups von 5 Jahren konnte die zusätzliche interventionelle Therapie die Anzahl Todesfälle oder Myokardinfarkte nicht senken. Eine Subpopulation mit Mehrgefässerkrankung könnte evtl. bezüglich Anginarezidiv etwas profitieren. Die Kosten in der PTCA-Gruppe waren allerdings auch nach 3 Jahren noch um über 5'000 $ höher als in der Vergleichsgruppe. Ein QUALY würde demnach 217'000 $ kosten.

 

 
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18.04.2007 - dde
 



 

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