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Sie sind hier: Fortbildung » Radiologie-Quiz 10. Juni 2026
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Die Pneumonie steht natürlich angesichts der Anamnese klar im Vordergrund. Nach fehlendem Ansprechen auf die Antibiose führen die Pneumologen schliesslich eine bronchoalveoläre Lavage (BAL) durch: Mikroorganismen können keine nachgewiesen werden, jedoch eine Eosinophilie von 31%. Auch im Labor steigen die Eosinophilen auf über 10% an. Damit ist die Diagnose einer eosinophilen Pneumonie sehr wahrscheinlich.

 

Kommentar

Am häufigsten tritt die akute idiopathische eosinophile Pneumonie zwischen 20 und 40 Jahren auf. Klinisch typisch sind der akute Beginn mit hohem Fieber, unproduktivem Husten und Tachydyspnoe. Es folgt häufig eine schwere, oft beatmungsbedürftige respiratorische Insuffizienz, die auch mit Kreislaufinstabilität einhergehen kann.

Die diagnostisch entscheidende Bluteosinophilie fehlt initial, wie im vorliegenden Fall, häufig oder ist nur sehr diskret. Dagegen können eine Eosinophilie in der BAL und ein erhöhtes ECP (eosinophiles kationisches Protein) schon frühzeitig beobachtet werden. In der BAL, welche als entscheidende Untersuchung gilt, ist eine Eosinophilie von mehr als 25% für die Diagnose wegweisend.



 
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