Partner

Sie sind hier: Fortbildung » EKG-Quiz 08. Februar 2012
Suchen
tellmed.ch
EKG-Quiz
Erweiterte Suche
Im Brennpunkt
Fachliteratur
Fortbildung
e-Learning
EKG-Quiz
Radiologie-Quiz
Labor-Quiz
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Pharmazie News
Links
 

Zum Patientenportal

 
Rectangle im Content

 

Als Email versenden Druckvorschau

 
EKG Quiz 33
 
Sie sind Nachtarzt und freuen sich nach einem wilden Nachtdienst aufs Bett. Da wird um 6:25 von der Rettungssanität eine 81-jährige Frau auf die Notfallaufnahme gebracht. Sie ist ca. 3 Stunden zuvor mit/wegen heftigen retrosternalen Schmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm erwacht.

Es war ihr dabei übel und sie musste schwitzen. Gleichartige Schmerzen - nur viel weniger intensiv - hatte sie am Vortag während 30 Minuten beim Wandern. Sie wollte nachts niemanden derangieren und probierte zuerst alle Haus- und Schmerzmittel. Erst nach 2 Stunden anhaltenden Schmerzen avisierte sie den Notarzt und dieser die Rettungssanität. Sie erhielt Isoket Spray 2 Hübe, Aspégic 500 mg und Morphin 2 mg iv. ohne Schmerzbesserung.

 

Aus der Vorgeschichte sind eine langjährige arterielle Hypertonie, eine Adipositas, Palpitationen und eine gastroösophageale Refluxerkrankung bekannt. Sie nimmt Blopress 16 mg 1-0-0 und Isoptin RR 240 mg ½-0-0.

 

Bei Eintritt hat sie noch immer Schmerzen. Klinische Befunde: Adipositas, BD 140/80 mmHg, Puls 80/min, regelmässig, unauffällige Herzauskultation, keine Herzinsuffizienzzeichen, symmetrische Pulse. Das EKG liegt Ihnen einige Minuten später vor:
 

Ruhe EKG

Bild vergrössern

 

 

Frage 1

Wie der Notarzt und die Rettungssanität haben Sie schon aufgrund der Anamnese die Verdachtsdiagnose eines akuten Koronarsyndroms (ACS) gestellt. Was liegt aufgrund des EKGs vor?

 

 

Frage 2

Wie Sie wissen, wird ein akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebungen praktisch immer durch einen frischen thrombotischen Verschluss einer Kranzarterie verursacht. Im nicht perfundierten Myokardareal kommt es dann zum Infarkt. Wie würden Sie das Infarktareal hier bezeichnen?

 

 

Frage 3

Welche Kranzarterie ist mit grösster Wahrscheinlichkeit verschlossen?

 

 

Frage 4

In Ihrem Spital bieten die Kardiologen die Möglichkeit der Direkt-, bzw. Akut-PTCA an. Sie wissen von ihnen, dass die Direkt-PTCA der Thromboyse überlegen ist, wenn diese innerhalb von 90 Minuten nach Erstkontakt (hier ½ Std. vor Eintritt) erfolgt und der Zeitverlust ge-genüber der Thrombolyse nicht > 1 Stunde beträgt. Deshalb avisieren Sie den diensthabenden Kardiologen unmittelbar nach dem Anfertigen des EKGs. Danach veranlassen sie weitere therapeutische Massnahmen. Welche gehört nicht dazu ?

 

 

Die Patientin wird 1 Stunde nach Eintritt im Spital invasiv untersucht. Die Koronarographie zeigt tatsächlich einen frischen thrombotischen Verschluss der Circumflexa. Dieser kann rasch rekanalisiert werden, wie sich in der Koronarangiographie nachweisen lässt:

 

Koro vor und nach Rekanalisation

Bild vergrössern

 

Sie erhält einen drug-eluting Stent. Das EKG nach der Intervention zeigt eine vollständige Rückbildung der ST-Veränderungen:

 

EKG nach Intervention

Bild vergrössern

 

 

 

Die vorliegenden Angaben stammen von Dr. med P. Loretan, Leitender Arzt Kardiologie am Spital Bern Tiefenau.


Mediscope

12.04.2006 - dde


 

Rectangle

 

Abonnieren Sie den Tellmed-Newsletter

Anmelden >>

Das EKG-Quiz wird ermöglicht durch:
 

 

 
 
 

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Right Skyscraper