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Wenigschläfer: Bewunderns- oder eher bedauernswerte Population?
 
Daniel Zanetti ist geschäftsführender Mitinhaber und Buchautor der Mystery Check- und Trainingsfirma NeumannZanetti & Partner. Der querdenkerische, innovative Unternehmer begeistert mit seinem „Weekly Empowerment Innovationsletter“ bereits seit Jahren eine Leserschaft in über 30 Ländern.

Daniel Zanetti
 

An einem Kongress hörte ich neulich einen Investment Banker in einer Runde folgendes sagen: "Ich frage jeden Mitarbeiter beim Einstellungsgespräch, wie viel Schlaf er braucht. Wenn sich dann heraus stellt, dass einer ein Siebenschläfer ist, dann stelle ich ihn nicht ein ...". Ich fragte ihn dann ganz direkt: "Mal Hand aufs Herz: Sind Sie gut im Bett?" Er lächelte arrogant in die Runde und brachte einer jener Sprüche, für die wir Männer bekannt sind. Ich schenkte ihm meine Schlaffibel, ohne Hoffnung allerdings, dass er sie auch liest.

 

Fakt ist, dass wir endlich aufhören sollten, Wenigschläfer zu glorifizieren. Es ist nicht gesund, nur drei bis vier Stunden zu schlafen. Mehr noch: Es ist gefährlich. 24 Stunden ohne Schlaf oder eine Woche mit nur vier oder fünf Stunden Schlaf mindert Ihre Leistung genau so stark, wie ein Blutalkoholspiegel von einer Promille. Das sage nicht ich, sondern renommierte Schlafexperten wie Charles A. Czeisler oder Jürg Schwander.

 

Wenn ein Mitarbeiter betrunken zur Arbeit erscheint, dann gehen Sie ja schliesslich auch nicht hin und loben ihn dafür. Genau das tut aber jener Manager, der Wenigschläfer glorifiziert. Anstatt mit den 80 Stunden Arbeitswochen zu prahlen, sollten wir mal eine 50 Stunden Schlafwoche auf die Reihe kriegen. Wie bei vielen Dingen ist das Optimum besser als das Maximum.

 

Manager und Mitarbeiter sind heute Business-Athleten, Spitzensportler in der Geschäftswelt und wir sollten beginnen, uns auch so zu verhalten. Kein Spitzensportler erscheint unausgeschlafen oder alkoholisiert am Arbeitsplatz. Ich möchte ehrlich gesagt auch keinen Verkäufer treffen, der total übermüdet mit seinem Auto 300 Kilometer gefahren ist. Und es graut mir davor, dass dieser Investment Banker, dessen Bekanntschaft ich gemacht habe, unausgeschlafen mit soviel fremdem Geld jongliert.

 

Ich selbst lebe schon seit über 20 Jahren mit einer Schlafkrankheit. Eine, die es mir nicht leicht macht, auf meine Stunden zu kommen. Glauben Sie mir, ich bin neidisch auf jeden, der acht Stunden Schlaf hinter sich hat.

 

Ein „Best of“ der Innovationsletter von Zanetti ist kürzlich in Buchform erschienen: http://www.nzp.ch. Das Buch „Sind Sie gut im Bett?“ bringt Sie mit den 60 Seiten nicht um den Schlaf, aber vielleicht zum Einschlafen. Das wäre doch schon ein erster Schritt.


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02.04.2008 - dde


 
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