Leaderboard

Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 09. Juni 2026
Suchen
tellmed.ch
Kongressberichte
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Kongressberichte
CH-Tagungsberichte
Kongresskalender
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Ejaculatio praecox (PE)

Gemäss Dr. W. Hellstrom, New Orleans, USA leiden ca. 30% der Männer an einer vorzeitigen Ejakulation (Ejaculatio praecox). Die betroffene Population ist generell jünger (18 – 45-jährig) als die mit erektiler Dysfunktion. Die Ejaculatio praecox ist keine altersabhängige Krankheit. Bis anhin gibt es keine etablierte Therapie. Sommer und andere Kollegen zeigten jedoch, dass Vardenafil  sbei der Behandlung einer Ejaculatio praecox ein vielversprechendes Medikament zu scheint.


Die vorzeitige Ejakulation (Ejaculatio praecox) ist eine der häufigsten sexuellen Dysfunktionen des Mannes. Das Phänomen wird vom Betroffenen selber wahrgenommen und äussert sich durch eine zu schnelle Ejakulation nach Penetration (intravaginale Ejakulationslatenzzeit [IVELT], einem Mangel an Spontankontrolle und einem resultierenden unbefriedigten Zustand der Sexualpartner nach Geschlechtsverkehr.


Im Gegensatz zur erektilen Dysfunktion ist die Ejaculatio praecox keine altersabhängige Erkrankung sondern tritt vor allem beim jüngeren Mann ein. Ca. 29% der männlichen amerikanischen Bevölkerung leidet an dieser sexuellen Dysfunktion [1].  Die Ejaculatio praecox wird in zwei Typen unterschieden. Ersten in die primäre, lebenslange PE (premature Ejaculation), die sehr wahrscheinlich auf biologischen Komponenten basiert und zweitens in die sekundäre, akquirierte PE, bei der psychologische Komponenten wahrscheinlicher sind. Fragen über die sexuelle Zufriedenheit respektive Unzufriedenheit, über die Ejakulationsspontankontrolle, über die IVELT, über die Dauer der PE, ob die PE mit einer ED assoziiert ist, zur psychosozialen Anamnese und Medikamentenanamnese führen zur Diagnose. 

 

Gemäss der AUA-Richtlinien soll bei Koexistenz einer Erektilen Dysfunktion (ED) diese primär behandelt werden. Ansonsten fokussiert die Therapie der Ejaculatio praecox  auf Psychotherapien, topische Lokalanästhetika, selektive Serotonin Reuptake Inhibitoren (Clomipramin, Sertralin, Fluoxetin, Paroxetin) und trizyklische Antidepressiva. Eine etablierte Therapie existiert nicht.

 

Verschiedene Gründe sprechen für eine potentielle Wirksamkeit der PDE 5-Inhibitoren bei der Ejaculatio praecox. Sommer und Kollegen [2] zeigten, das mit Vardenafil im Vergleich zu Sertralin die Ejaculatio praecox verbessert wurde. Der Schweregrad nahm ab, die Zeit bis zur intravaginalen Ejakulation zu. Ausserdem war die sexuelle Zufriedenheit und der IIEF grösser unter Vardenafil.

 

Referenzen:
1. Laumann EO et al, Sexual Dysfunction in the United States ; Prevalence and predictors, Jama 1999 ;281 :537-44
2. Abstract 741: Sommer F, Köln, Deutschland

 

 
Mediscope
 
13.06.2005 - ssc
 



 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

 

 Bericht von der

 AUA 2005, mit

 freundlicher

 Unterstützung von

 

 

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber
Sky right 1