Ejaculatio praecox (PE)
Gemäss Dr. W. Hellstrom, New Orleans, USA leiden ca. 30% der Männer an einer vorzeitigen Ejakulation (Ejaculatio praecox). Die betroffene Population ist generell jünger (18 – 45-jährig) als die mit erektiler Dysfunktion. Die Ejaculatio praecox ist keine altersabhängige Krankheit. Bis anhin gibt es keine etablierte Therapie. Sommer und andere Kollegen zeigten jedoch, dass Vardenafil sbei der Behandlung einer Ejaculatio praecox ein vielversprechendes Medikament zu scheint.
Die vorzeitige Ejakulation (Ejaculatio praecox) ist eine der häufigsten sexuellen Dysfunktionen des Mannes. Das Phänomen wird vom Betroffenen selber wahrgenommen und äussert sich durch eine zu schnelle Ejakulation nach Penetration (intravaginale Ejakulationslatenzzeit [IVELT], einem Mangel an Spontankontrolle und einem resultierenden unbefriedigten Zustand der Sexualpartner nach Geschlechtsverkehr.
Im Gegensatz zur erektilen Dysfunktion ist die Ejaculatio praecox keine altersabhängige Erkrankung sondern tritt vor allem beim jüngeren Mann ein. Ca. 29% der männlichen amerikanischen Bevölkerung leidet an dieser sexuellen Dysfunktion [1]. Die Ejaculatio praecox wird in zwei Typen unterschieden. Ersten in die primäre, lebenslange PE (premature Ejaculation), die sehr wahrscheinlich auf biologischen Komponenten basiert und zweitens in die sekundäre, akquirierte PE, bei der psychologische Komponenten wahrscheinlicher sind. Fragen über die sexuelle Zufriedenheit respektive Unzufriedenheit, über die Ejakulationsspontankontrolle, über die IVELT, über die Dauer der PE, ob die PE mit einer ED assoziiert ist, zur psychosozialen Anamnese und Medikamentenanamnese führen zur Diagnose.
Gemäss der AUA-Richtlinien soll bei Koexistenz einer Erektilen Dysfunktion (ED) diese primär behandelt werden. Ansonsten fokussiert die Therapie der Ejaculatio praecox auf Psychotherapien, topische Lokalanästhetika, selektive Serotonin Reuptake Inhibitoren (Clomipramin, Sertralin, Fluoxetin, Paroxetin) und trizyklische Antidepressiva. Eine etablierte Therapie existiert nicht.
Verschiedene Gründe sprechen für eine potentielle Wirksamkeit der PDE 5-Inhibitoren bei der Ejaculatio praecox. Sommer und Kollegen [2] zeigten, das mit Vardenafil im Vergleich zu Sertralin die Ejaculatio praecox verbessert wurde. Der Schweregrad nahm ab, die Zeit bis zur intravaginalen Ejakulation zu. Ausserdem war die sexuelle Zufriedenheit und der IIEF grösser unter Vardenafil.
Referenzen: 1. Laumann EO et al, Sexual Dysfunction in the United States ; Prevalence and predictors, Jama 1999 ;281 :537-44 2. Abstract 741: Sommer F, Köln, Deutschland
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| 13.06.2005 - ssc |
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