ACR: Neue Aspekte der Nebenwirkungen von TNFa-Inhibitoren
Leaderboard

Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 13. August 2022
Suchen
tellmed.ch
Kongressberichte
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Kongressberichte
CH-Tagungsberichte
Kongresskalender
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Neue Aspekte der Nebenwirkungen von TNFa-Inhibitoren

 

Anhand der durch die FDA erhobenen Daten springt ein Unterschied bezüglich des Infektrisikos zwischen Etanercept (Enbrel®) und Infliximab (Remicade®) ins Auge. Dr. E. Rudermann (Northwestern University, Chicago, IL) analysierte die FDA-Daten und konnte am ACR zeigen, dass es unter Therapie mit Etanercept deutlich weniger Fallberichte von Patienten mit granulomatösen Infektionen (Tuberkulose, Pneumonie) oder mit Pneumocystis carinii-Infektionen gibt im Vergleich mit Infliximab.

 

Bis im Juni 2002 wurden insgesamt 755 Fälle von granulomatösen Infektionen unter Behandlung mit Etanercept und 547 unter Therapie mit Infliximab registriert. In der gleichen Zeit wurden 4 Etanercept assoziierte Fälle mit Pneumocystis carinii dokumentiert gegenüber 44 Fällen in Verbindung mit Infliximab.

 

Zu bemerken ist, dass Infliximab während dieser Zeit häufiger verabreicht wurde als Etanercept, unter anderem wegen Herstellungsengpässen von Etanercept. Bis im Dezember 2002 wurden ungefähr 400’000 Patienten mit Infliximab behandelt und 150’000 mit Etanercept.

 

Rudermann weist darauf hin, dass die durch die FDA erhobenen Daten mit Vorsicht betrachtet werden müssen, da die Registrierung der Nebenwirkungen nicht immer oder in gewissen Fällen doppelt/unvollständig erfolgt.

 

Die Ursache für dieses unterschiedliche Nebenwirkungsprofil von Etanercept und Infliximab bezüglich des Infektrisikos ist noch unklar. Möglicherweise spielen Unterschiede der Pharmakokinetik, Bindungseigenschaften, Komplementaktivation, Zell-Lyse und Effekte von zirkulierenden Leukozyten eine Rolle. Spekulativ bleibt, ob der Verabreichungsmodus (intravenös versus subkutan) und spezifische Eigenschaften der Produkte selber diesbezüglich von Bedeutung sind. Sobald umfänglichere Daten der FDA über das gegen TNFa gerichtete Produkt Adalimumab (Humira®) zur Verfügung stehen, können die Aspekte der Nebenwirkungen der TNFa-Inhibitoren neu belichtet werden.



 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1