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Zu hoher INR bei Antikoagulation: Vitamin K oral oder i.v.?

Die orale Antikoagulation birgt bekannte Risiken, unter anderem Blutungskomplikationen bei exzessivem INR. Das Ziel muss es in dieser Situation sein, den INR innerhalb von 24 Stunden in den therapeutischen Bereich zu bringen. Aufgrund von Bedenken gegen die i.v.-Applikation von Vitamin K wegen Thrombose- oder Anaphylaxierisiken wird zum Teil auch die orale Einnahme von Vitamin K propagiert. Die beiden Strategien wurden nun in randomisierter Weise gegeneinander verglichen.

44 Patienten mit einem INR zwischen 6 und 10 und 17 Patienten mit einem INR über 10 konnten in die Studie eingeschlossen werden. Bei einem INR zwischen 6 und 10 erhielten die Patienten entweder 0.5 mg intravenöses oder 1 mg orales, bei einem INR über 10 1 mg respektive 5 mg orales Phytonadion. Endpunkte waren die INR-Werte nach 6, 12 und 24 Stunden, die Rate an Patienten mit einem INR im sicheren Bereich (2 - 4), die Überkorrekturen (INR < 2) sowie grössere Blutungen.

 

6 Stunden nach Intervention hatten 46% (versus 0% unter oralem Vitamin K) und nach 12 Stunden 67% (versus 35% unter orlaem Vitamin K) einen INR zwischen 2 und 4. Nach 24 Stunden waren die INR-Werte in beiden Gruppen vergleichbar. Überkorrekturen traten in der i.v.-Gruppe häufiger auf (29% versus 9%). Bei den Patienten mit einem INR über 10 waren beide Interventionen gleich effektiv und sicher. Blutungen und Nebenwirkungen traten keine auf.

 

Konklusion der Autoren: Das intravenös verabreichte Vitamin K senkt den INR schneller als das oral verabreichte. Nach 24 Stunden waren jedoch in beiden Gruppen gleich viele Patienten im therapeutischen Bereich und Blutungen traten keine auf. Die Autoren kommen zum Schluss, dass orales Vitamin K bei exzessiver Antikoagulation sicher und effektiv eingesetzt werden kann.

 

Abstract

 

Arch Intern Med 2003;163:2469-2473 - A. Lubetsky et al

03.01.2004 - dde

 
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