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Welches ist das beste diagnostische Mittel, um die Art der Urininkontinenz zu bestimmen?

Je nach Genese und Symptomen der Urininkontinenz stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Holroyed-Leduc und Kollegen haben in diesem systematischen Review evaluiert, welche Methoden sich in der Praxis am besten eignen, um die Art der Inkontinenz zu bestimmen.

In Medline (1966 bis Juli 2007), Embase (1980 bis Juli 2007) und Bibliographien wurde nach Studien in englischer Sprache gesucht, welche die Untersuchungsoptionen einer Inkontinenz bei Erwachsenen evaluierten. Zur Studiensuche dienten folgende Keywords: urinary incontinence, diagnostic tests, medical history taken, physical examination, cough stress test und urodynamics. Primär wurden Kohortenstudien eingeschlossen, in denen Anamnese, körperliche Untersuchung und/oder diagnostische Methoden (Urodynamik ausgeschlossen) zur Diagnostik eingesetzt wurden. Fall-Kontrollstudien konnten einbezogen werden, wenn die Kohortenstudien unzureichende Daten lieferten. Die Art der Inkontinenz wurde von einem Urologen, durch eine urodynamische Untersuchung oder beides bestätigt. Zwei voneinander unabhängige Reviewer beurteilten die Qualität der Studien und extrahierten die Daten.

 

40 Studien entsprachen den Einschlusskriterien. Zur Inkontinenz bei Männern lagen nur wenige Daten vor. Bei Frauen war die einfache Befragung nur bescheiden hilfreich zur Diagnose einer Stressinkontinenz(positive likelihood ratio [LR] 2.2, negative LR 0.39); zur Diagnose einer Urgeinkontinenz hingegen gut geeignet (positive LR 4.2, negative LR 0.48). Ein positiver Blasenstresstest sprach für das Vorliegen einer Stressinkontinenz (LR 3.1), ein negatives Testergebnis sagte hingegen nur wenig aus (LR 0.36). Eine systematische Bewertung mittels Kombination von Anamnese, körperlicher Untersuchung und Bedside-Tests war zur klinischen Diagnose einer Stressinkontinenz nur wenig geeignet (postive LR 3.7, negative LR 0.20) und noch weniger geeignet zur Diagnose einer Urgeinkontinenz (positive LR 2.2, negative LR 0.63).

 

Konklusion der Autoren: Zur Diagnose einer Urgeinkontinenz eignet sich am besten die Frage nach Urinverlust im Zusammenhang mit Harndrang. Ein Blasenstresstest kann zur Diagnose einer Stressinkontinenz hilfreich sein.

 

Link zur Studie

JAMA 2008;299:1446-1456 - Holroyd-Leduc JM et al

27.03.2008 - gem

 
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