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Frühe Radiotherapie bei low-grade Astrozytom verbessert progressionsfreies Überleben aber nicht Gesamtüberleben

Ob beim low-grade Gliom die postoperative Vorgehensweisen „abwarten / beobachten oder Radiotherapie“ angewendet werden sollen, ist nicht oder nur ungenau definiert.

1986 wurde deshalb die prospektive Studie von der EORTC Radiotherapie und Brain Tumor Gruppe initiiert, welche die Wirkung einer frühen Radiotherapie mit der einer verzögerten, bei Krankheitsprogression, verglich. Die Daten der Interimsanalysen wurden bereits publiziert. Hier präsentieren wir die Langzeitresultate.

 

Patienten aus 24 europäischen Zentren wurden nach chirurgischer Intervention randomisiert in entweder, die frühe Radiotherapiegruppe (54 Gy in Fraktionen von 1-8 Gy) oder in die Kontrollgruppe (Bestrahlung erst bei Kranheitsprogression). Patienten mit low-grade Astrozytom, Oligodendrogliom, gemischtem Oligodendrogliom und inkomplett reseziertem pilozytischen Astrozytom mit einem WHO Status 0-2 wurden in die Studie eingeschlossen. Eine Intention to treat Analyse wurde durchgeführt. Der primäre Endpunkt war das Gesamt- und das progressionsfreie Überleben.

 

157 Patienten erhielten eine frühe Radiotherapie, 157 waren in der Kontrollgruppe. Das mittlere progressionsfreie Überleben betrug 5.3 Jahre in der Therapiegruppe und 3.4 Jahre in der Kontrollgruppe (hazard ratio 0.59, p<0.0001). Das Gesamtüberleben war aber in beiden Gruppen gleich (7.4 Jahre versus 7.2 Jahre, p=0.872). In der Kontrollgruppe erhielten 65% der Patienten eine Radiotherapie bei Krankheitsprogression. In der frühen Radiotherapiegruppe bestand 1 Jahr nach chirurgischer Massnahme eine bessere Kontrolle der Krampfanfälle als in der Kontrollgruppe.

 

Konklusion der Autoren: Die frühe Radiotherapie verlängert die progressionsfreie Krankheitsperiode, beeinflusst das Gesamtüberleben aber nicht. Da die Lebensqualität nicht untersucht wurde, ist nicht bekannt, ob die Zeit bis zur Progression die klinische Verschlechterung reflektiert. Patienten mit low-grade Gliom, welche sich in einem guten Zustand befinden, könnten einer frühen Radiotherapie zugeführt werden. Sie müssen aber sorgfältig monitorisiert werden.

Lancet 2005; 366:985-990 - Van den Bent MJ et al

19.09.2005 - undefined

 
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