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Hebammen für mehr hebammenbegleitete Geburten an den Spitälern

Am 15. und 16. Mai 2013 findet der nationale Hebammenkongress des Schweizerischen Hebammenverbands (SHV) in Thun statt. Die Sektion Bern des SHV lanciert als Organisatorin des diesjährigen Kongress zudem eine Petition, welche die Einführung von hebammengeleiteten Geburtshilfemodellen in Schweizer Spitälern verlangt.
An der Delegiertenversammlung am 15. Mai 2013 werden sich über hundert Delegierte den Verbandsgeschäften widmen. Liliane Maury Pasquier wird ihr Amt als Präsidentin abgeben. Als Nachfolgerin steht Barbara Stocker Kalberer zur Wahl.

 

Am 16. Mai 2013 werden über 450 Hebammen aus der ganzen Schweiz am Hebammenkongress teilnehmen. Die Sektion Bern des SHV lädt zur Diskussion eines brisanten Themas ein: „Geburtshilfliche Versorgung neu gestalten, das Potenzial von Hebammen nutzen!“.

 

In der Schweiz ist die ärztlich geleitete Geburtshilfe üblich. Die Folge davon ist, dass die natürliche Geburt immer mehr einer medizinischen Behandlung weicht. Dafür spricht auch die jährlich steigende Kaiserschnittrate. Mittlerweile kommt in der Schweiz jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Die Hebammen sehen in der Einführung von hebammengeleiteten Geburtshilfemodellen die Chance, eine grundlegende und nachhaltige Veränderung der momentanen Verhältnisse zu schaffen.

 

Mit Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, die Erfahrungen und Forschungsresultate von hebammengeleiteten Geburtshilfemodellen vorstellen, wird das Kongressthema eingeleitet. Anschliessend diskutieren Fachleute in Hearings, welche Veränderungen und Strategien notwendig wären, um hebammengeleitete Geburtshilfemodelle in Schweizer Spitälern einzuführen, und welche Hürden und Widerstände dabei zu überwinden sind.

 

Die Sektion Bern des SHV freut sich auf einen spannenden und wirkungsvollen Tag, an dem wichtige Schritte in Richtung frauenzentrierter Geburtshilfe in der Schweiz eingeleitet werden. Passend zum Kongressthema hat die Sektion Bern des SHV eine Petition verfasst, welche die Einführung von hebammengeleiteten Geburtshilfemodellen in Schweizer Spitälern verlangt. Ziel ist es, in sechs Monaten mindestens 50‘000 Unterschriften zu sammeln, um diese den Gesundheitsdirektionen aller Kantone und den Spitälern mit Geburtshilfeangeboten zu überreichen.
Schweizerischer Hebammenverband SHV

16.05.2013 - dzu

 
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