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Erste Datenerhebung zu Wiedereintritten aufgrund Fallpauschale

Im Jahr 2011 beteiligten sich 84 Spitäler unterschiedlicher Grösse freiwillig an der schweizweit ersten ANQ-Messung ''Potenziell vermeidbarer Rehospitalisationen (Wiedereintritte)''. Eine erste Auswertung zeigt, dass rund zwei Drittel gut abschneiden - ihre Werte liegen im Rahmen der Erwartungen. Ein Drittel weist mehr Wiedereintritte auf als angenommen. Die Gründe werden von den analysiert.
Die Ergebnisse müssen jedoch mit grosser Vorsicht interpretiert werden: aufgrund der möglichen Mängel bei der Datenqualität und der noch bestehenden Abgrenzungsproblematik der Methode SQLape®. Die Messung basierte auf den Daten der ''Medizinischen Krankenhausstatistik'' des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2009.

 

Mit der Methode SQLape® wurden die Raten der ''potenziell vermeidbaren Rehospitalisationen'' berechnet. Potenziell vermeidbar heisst: Der Wiedereintritt war nicht geplant, er hängt mit dem vorherigen Spitalaufenthalt zusammen und erfolgt innert 30 Tagen nach der Entlassung. Ein Spitalaufenthalt, der vermeidbar gewesen wäre, ist nicht nur für Patientinnen und Patienten belastend, er verursacht auch unnötige Kosten. Für Spitäler und Kliniken ist die Rate der vermeidbaren Wiedereintritte deshalb ein bedeutender Qualitätsindikator.

 

Verbesserungspotenzial orten

Obwohl die Qualität der Daten im Jahr 2009 sowie die differenzierte Berechnungsmethode noch weiteres Verbesserungspotential besitzen, stehen denjenigen Spitälern, die im Messjahr 2009 mehr Wiedereintritte als erwartet aufwiesen, nun eine Basis zur differenzierten spitalinternen Analyse zur Verfügung.

 

Aus den erwähnten Gründen werden die Ergebnisse vorerst nur in einer pseudonymisierten Form, in der die Spitäler codiert sind, publiziert.

 

Regelmässige Messung

Die Veröffentlichung von Daten zur Leistungsqualität ist Teil der ANQ-Strategie. Vorausgesetzt, die Qualität der Daten reicht aus und die Zuverlässigkeit – und damit auch die Vergleichbarkeit – der Resultate ist gewährleistet. Die Rehospitalisationsrate wird künftig jährlich berechnet und die Ergebnisse transparent veröffentlicht. Damit erhalten die einzelnen Spitäler und Kiniken die Gelegenheit, sich qualitativ direkt mit anderen zu vergleichen.


Nationale Qualitätsentwicklung ANQ

30.04.2012 - dzu

 
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