Bundesrat schliesst Datenlücken der Statistiken der Gesundheitsversorgung
Der Ausbau und die Verbesserung der Datengrundlagen und ihrer Analysen sind für die effizientere Steuerung des Gesundheitssystems wichtig und gehören zu den gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrates, wie sie im Bericht Gesundheit 2020 ausgeführt wurden.
Im Bereich der Datengrundlagen werden im Rahmen des Projektes MARS die Statistiken der Gesundheitsversorgung um den ambulanten Sektor erweitert. Die bestehenden Erhebungen decken den stationären Sektor ab, neu werden Daten über ambulante Leistungen im Spital sowie Daten von Arztpraxen und weiteren ambulanten Leistungserbringern erhoben.
Die Erhebungen umfassen sowohl Daten zu Betrieb, Finanzen und Personal als auch anonymisierte Daten der Patienten mit medizinischen Informationen. Die Statistiken betreffen verschiedene Kategorien von Leistungserbringern, welche die Daten an das BFS liefern. In einem ersten Schritt werden Daten des ambulanten Leistungsbereichs der Spitäler, der ambulanten Zentren für medizinische Versorgung und der Arztpraxen erhoben. In den weiteren Schritten werden Patientendaten der Arztpraxen, der ambulanten Zentren, der Spitex-Organisationen und Daten der Apotheken aufgenommen.
Mit dem Entscheid des Bundesrats erhält das Bundesamt für Statistik (BFS) Mittel für den laufenden Betrieb der Erhebungen und Statistiken der Gesundheitsversorgung (Projekt MARS). Der jährlichen Aufwand beträgt 1,1 Mio. Fr. (in 2014) und 1,3 Mio. Fr. (ab 2015).
Angesichts der Tragweite des Projekts wird MARS von einer Gruppe begleitet, in der die wichtigsten Partner, sowohl Vertreter der Leistungserbringer wie auch von Bund und Kantonen, in die konzeptuelle und technische Arbeit eingebunden sind. Damit soll gewährleistet werden, dass bei einem minimalen Mehraufwand für die Leistungserbringer und Erhebungsstellen ein grösstmöglicher Nutzen für die Gesundheitspolitik und Forschung entsteht.
Bundesamt für Statistik BFS
17.05.2013 - dzu