Breite Akzeptanz der öffentlichen Gesundheitsförderung
Die Schweizer Bevölkerung wünscht sich eine Unterstützung der Gesundheitsförderung durch die öffentliche Hand. 77% der Befragten sind der Meinung, dass Bund und Kantone die Gesundheit mit Aufklärungskampagnen, Programmen, Aktionen und Geld fördern soll. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von Gesundheitsförderung Schweiz.
Ein oft diskutiertes Thema im Zusammenhang mit der Gesundheitsförderung ist die Frage, ob die öffentliche Hand die Prävention oder die medizinische Behandlung unterstützen soll.
Eine repräsentative Umfrage von Gesundheitsförderung Schweiz zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung im Schnitt 51 von 100 Franken für Prävention und 49 Franken für Behandlungen ausgeben würde. Im vergangenen Jahr wollten die Befragten lediglich 46 Franken für präventive Massnahmen ausgeben. Das entspricht einer Differenz von über 10%. In der französischen und italienischen Schweiz ist die Bevölkerung deutlich überzeugter von einer staatlichen Gesundheitsförderung als in der deutschsprachigen Schweiz.
Missverhältnis in der Realität
Die Realität in der Gesundheitsförderung zeigt ein anderes Bild. Heute werden im Schweizer Gesundheitswesen gerade mal 2% für präventive Massnahmen ausgegeben. 98% fliessen in die kurative Behandlung. „Wir beobachten ein Umdenken bei der Schweizer Bevölkerung. Die Bereitschaft, vorbeugend in die persönliche Gesundheit und in das Wohlbefinden zu investieren, wächst stetig“, so Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz. „Herr und Frau Schweizer sehen in der Prävention einen nachhaltigen Ansatz, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun“, sieht Mattig die Strategie von Gesundheitsförderung Schweiz bestätigt.
Wunsch nach selbständigem Leben im Alter
Geht es um die konkreten Präventionsmassnahmen, erachten die Befragten am häufigsten den Wunsch als sehr unterstützungswürdig, im Alter möglichst lange selbständig leben zu können. Als zweithäufigste Erwartung an die öffentliche Hand wird die Reduktion von Verkehrsunfällen genannt. Am drittmeisten unterstützen die Befragten Massnahmen, damit sich die Bevölkerung regelmässiger bewegt. Wie auch im vergangenen Jahr zeigt sich, dass die Befragten eine staatliche Unterstützung für sämtliche Massnahmenvorschläge grundsätzlich befürworten. Die Akzeptanz ist mit Unterstützungsanteilen zwischen 80 und 90 Prozent sehr hoch.
Details zur Umfrage
Die beiden Umfragen aus den Jahren 2013 und 2012 basieren auf je rund 1000 telefonischen Interviews bei einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt und zeigen stabile Einstellungsverhältnisse in der Schweizer Bevölkerung bezüglich der Akzeptanz von Massnahmen der öffentlichen Hand in der Gesundheitsförderung. Durchgeführt hat die Umfragen das Institut Polyquest AG.
Gesundheitsförderung Schweiz
30.04.2013 - dzu