| so genannte Endo-Predict-Test ermittelt bei einer bestimmten Gruppe Patientinnen das Risiko der Bildung von Krebsablegern in anderen Körperregionen als der Brust. Nach der operativen Entfernung eines Brusttumors kann so abgeschätzt werden, welche Nachbehandlung für die Patientin optimal ist.
Identifizierung von Patientinnen mit günstigen Aussichten
"Dieser Test erlaubt es uns, Patientinnen mit einem niedrigen Risiko für Metastasenbildung auszumachen", erklärt Prof. Dr. med. Joachim Diebold, Chefarzt Pathologie LUKS Luzern. Voraussetzungen für die Anwendung des Endo-Predict-Tests sind, dass die Krebserkrankung nach der Menopause erfolgte und der Brusttumor so genannte Hormonrezeptoren aufweist. Dies trifft auf etwa 80 Prozent der Brustkrebspatientinnen dieser Altersgruppe zu.
Sind diese Bedingungen gegeben, kann eine präzisere Prognose erhoben werden. Während bei niedriger Wahrscheinlichkeit auf Krebsableger eine schonendere Hormontherapie sinnvoll ist, kann bei einem höheren Risiko auch eine Chemotherapie angezeigt sein. Prof. Dr. med. Stefan Aebi, Chefarzt Onkologie LUKS Luzern, erklärt: "Die Chemotherapie setzt die Patientin einiger körperlicher und psychischer Belastung aus. Mit der Identifizierung der Patientinnen mit guten Aussichten können wir ihnen diese ersparen."
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