Anliegen für mehr Medizin-Studienplätze berechtigt
In manchen Regionen und Fachgebieten sind Ärzte bereits heute Mangelware. Eine verstärkte ärztliche Nachwuchsförderung tut deshalb Not. Diesem Bekenntnis folgend begrüssen die Mitglieder der Delegiertenversammlung das Ziel der Volksinitiative «Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin».
Änlässlich der FMH-Delegiertenversammlung vom 22. Mai diskutierten die rund 30 Mitglieder unter anderem die Volksinitiative «Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin – Stopp dem drohenden Ärztemangel». Im Grundsatz waren sich die Mitglieder der Delegiertenversammlung einig: Aufgrund des bereits bestehenden Ärztemangels braucht es dringend mehr Medizin-Studienplätze. Positiv erachteten die Delegierten die Thematisierung der ärztlichen Nachwuchsförderung durch breite Kreise. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses Anliegen ist wichtig. Einig war man sich auch darüber, dass möglichst schnell Lösungen gefunden werden müssen, weil die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte rund zehn Jahre in Anspruch nimmt.
Aufgrund der hohen zeitlichen Dringlichkeit des Anliegens und weil mehrere Jahre verstreichen, bis eine Volksinitiative zur Umsetzung gelangt, beurteilten die Delegierten die Volksinitiative zwar als gangbaren, nicht aber als optimalen Weg zum Ziel. Die Delegiertenversammlung stimmte schliesslich dafür, dass die FMH sich zur Sympathisantin der entsprechenden Volksinitiative bekennt.
Schon jetzt besteht ein Ärztemangel in manchen Fachgebieten und Regionen. Dass die Schweiz für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zukünftig mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden muss, ist ein anerkanntes Anliegen. Die Akteure im Gesundheitswesen verfolgen dieses Ziel bereits mit verschiedenen Projekten wie etwa dem Masterplan oder der Plattform Zukunft ärztliche Bildung.
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH
23.05.2013 - dzu