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Die Ergebnisse der zwei randomisierten, doppelblinden Studien mit insgesamt 2271 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD wurden im Mai 2011 am Jahreskongress der American Thoracic Society in Denver/Colorado vorgestellt. Ausser der Lungenfunktion steigerte sich unter der Kombination auch die in Ruhe gemessene inspiratorische Kapazität (IC) der Patienten, während sich der Bedarf an Notfallmedikation reduzierte [1].
INTRUST-Studiendaten stützen GOLD-Empfehlungen ...
Langwirksame Bronchodilatatoren wie der β2-Agonist Onbrez Breezhaler und das Anticholinergikum Spiriva bilden gemäss den Empfehlungen der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) [2] die Eckpfeiler der COPD Basistherapie [2]. Um im Verlauf der Erkrankung eine stärkere Bronchodilatation zu erzielen, empfehlen die COPD-Leitlinien ab dem Stadium II die Kombination von langwirksamen Bronchodilatatoren mit unterschiedlichem Wirkmechanismus bzw. verschiedener Substanzklassen. Die 2010 aktualisierten GOLD-Empfehlungen führen bei den in Frage kommenden Substanzen explizit die beiden Wirkstoffe Indacaterol und Tiotropium an [2].
«Mit der Kombination zweier langwirksamer Bronchodilatatoren lässt sich eine stärkere Verbesserung der Lungenfunktion erzielen als wenn in einer Monotherapie die Dosis auf das Maximum erhöht wird, und das bei kleinerem Nebenwirkungsrisiko», so Professor Thomas Geiser, Chefarzt Pneumologie am Inselspital, Bern. «Patienten, die eine hohe Obstruktion aufweisen und unter einer starken Überblähung leiden, die sie in ihrer Atmung behindert, werden am meisten durch die in den INTRUST-Studien beobachtete Verbesserung der Lungenfunktion profitieren», so der Pneumologe.
... und bestätigen derzeitige klinische Praxis
Die neuen Daten untermauern die im Praxisalltag schon lange zur Anwendung kommende Kombination der beiden langwirksamen Bronchodilatatoren: «Die kombinierte Gabe von Onbrez und Spiriva ist in Schweizer Lungenkliniken und bei niedergelassenen Pneumologen bereits etabliert. Die INTRUST-Daten liefern den ersten wissenschaftlichen Beleg dafür, dass der von den kurzwirksamen Bronchodilatatoren seit Jahrzehnten her bekannte synergistische Effekt auch auf die Kombination der 24 Stunden wirksamen Beta-Agonisten und Anticholinergika übertragbar ist, sagt Dr. Martin Frey, Chefarzt Pneumologie an der Klinik Barmelweid».
«Bei schweren COPD-Fällen mit Emphysem ist jede Abnahme der Überblähung ein Gewinn», bewertet Dr. Andreas Paky, niedergelassener Pneumologe und Konsiliararzt am Kantonsspital St. Gallen die in den INTRUST-Studien erzielte Verbesserung der Lungenfunktion. «Grundsätzlich ist bei der COPD-Behandlung eine Basistherapie aus langwirksamen Bronchodilatatoren zu bevorzugen, zunächst in Form der Monosubstanzen und dann bei Bedarf in Form der Kombination eines β2-Agonisten mit einem Anticholinergikum.»
Steroide bei COPD nur in Stadium III und IV
«Bei schwerer COPD bzw. bei Exazerbationen können zusätzlich zu den beiden langwirksamen Bronchodilatatoren auch noch inhalative Steroide verabreicht werden», so Dr. Paky. Gemäss den GOLD-Empfehlungen sind inhalative Steroide den schweren bis sehr schweren COPD-Stadien III und IV vorbehalten. «Davor, also in Stadium I oder II, kommen inhalative Steroide – sei es als Monotherapie oder in Form von Fixkombinationen – bei der Behandlung der stabilen COPD nicht zum Einsatz, ausser bei gleichzeitigem Vorliegen einer asthmatischen Komponente», betont Professor Geiser.
Onbrez Breezhaler ist der einzige einmal täglich anzuwendende β2-Agonist auf dem Markt. Das Medikament ist zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit COPD indiziert, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit Spiriva sowie mit inhalativen Steroiden [3]. In vergleichenden Studien erzielte Onbrez Breezhaler gegenüber Tiotropium, Formoterol und Salmeterol eine signifikante Verbesserung bei den Endpunkten Atemnot, Lebensqualität und dem Gebrauch von Notfallmedikation sowie eine starke Verbesserung der Lungenfunktion [4,5,6].
Referenzen
- 1. Mahler DA, D’Urzo A, Peckitt C, Lassen C, Kramer B. Combining once-daily bronchodilators in COPD: Indacaterol plus tiotropium versus tiotropium alone. Presented at American Thoracic Society (ATS) International Conference, Denver Colorado, May 2011. Am J Resp Crit Care Med 2011, 183(1): A1591.
- 2. Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD): Global Strategy for the Diagnosis, Management, and Prevention of Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Thorax 2010, 65: 473-479.
- 3. Onbrez Breezhaler© Breezhaler© Fachinformation, www.documed.ch, Stand der Information Mai 2010.
- 4. Donohue, J. F. et al. Once-daily bronchodilators for chronic obstructive pulmonary disease, indacaterol vs. tiotropium, Am J Resp Crit Care Medicine 2010, 182: 156-162.
- 5. Dahl, R. et al. Efficacy of a new once-daily long-acting inhaled b2-agonist indacaterol versus twice-daily formoterol in COPD, Thorax 2010, 65: 473-479.
- 6. Kornmann O. et al. Once-daily indacaterol versus twice-daily salmeterol for COPD: a placebo-controlled comparison. Eur Respir J 2011; 37:273-279.
Kurzfachinformation Onbrez® Breezhaler®: Z: Wirkstoff: Indacaterol. Hilfsstoffe: Lactosum monohydricum, excip. pro caps., gelatina (Kapselhülle). I: Bronchialerweiternde Erhaltungstherapie der Atemwegsobstruktion bei Erwachsenen mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD). D: Erwachsene: 150 μg 1x täglich. Dosierung nur auf ärztliche Anweisung erhöhen. 300 μg: zusätzlicher klinischer Nutzen in Hinblick auf Kurzatmigkeit, v.a. bei Patienten mit schwerer COPD. Höchstdosis: 300 μg 1x täglich. Jeden Tag zur gleichen Tageszeit anwenden. Spezielle Patientengruppen: Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, leichter und moderater Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung. Keine Daten mit schwerer Leberfunktionsstörung vorhanden. Anwendung: nur per orale Inhalation mit Onbrez Breezhaler Breezhaler-Inhalator. Kapseln NICHT schlucken, stets in Blisterpackung aufbewahren und nur UNMITTELBAR VOR DEM GEBRAUCH entnehmen. Falls eine Dosis vergessen wird, die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt am nächsten Tag nehmen. KI: Überempfindlichkeit gegenüber der Wirksubstanz, Laktose oder einen anderen Inhaltsstoff. VM: Nicht anwenden bei Asthma. Kann wie andere Inhalationstherapien möglicherweise lebensgefährlichen paradoxen Bronchospasmus auslosen. Bei Auftreten unverzüglich absetzen und Alternativbehandlung einleiten. Verschlechterung der Krankheit: Neubeurteilung des Patienten und der Behandlung. Systemische Auswirkungen: Wie andere beta2-adrenerge Agonisten mit Vorsicht einsetzen bei Herzkreislauferkrankungen, v.a. bei Koronarinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck, Epilepsie oder Thyreotoxikose und bei ungewöhnlichem Ansprechen auf beta2-adrenerge Agonisten. Wie andere beta2-adrenerge Agonisten konnte Indacaterol das Herzkreislaufsystem klinisch relevant beeinflussen (Anstieg der Pulsfrequenz, des Blutdrucks und/oder Symptome). Veränderungen des EKG-Musters. Beta2-adrenerge Agonisten können signifikante Hypokaliämie verursachen, die unerwünschte kardiovaskulare Wirkungen verursachen kann. Bei schwerer COPD kann sich Hypokaliämie durch Hypoxie und Begleitbehandlung verstärken, was Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöhen konnte. In klinischen Studien sind selten klinisch beachtenswerte Veränderungen des Blutzuckers aufgetreten. Nicht gemeinsam anwenden mit anderen lang wirkenden beta2-adrenergen Agonisten bzw. Arzneimitteln, die solche enthalten. IA: Nicht gleichzeitig anwenden mit Arzneimitteln, die Verlängerung des QTc-Intervalls bewirken. Vorsichtig bei Behandlung mit MAO-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva. Zusätzliche Verabreichung sympathikomimetischer Substanzen kann unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen verstärken. Gleichzeitige Verabreichung von L-Dopa, L-Thyroxin und Oxytocin kann kardiale Toleranz gegenüber b2-Sympathomimetika negativ beeinflussen. Gleichzeitige Anwendung anderer Sympathomimetika könnte unerwünschte Wirkungen verstärken. Gleichzeitige Behandlung mit Methylxanthin-Derivaten, Steroiden oder nicht kaliumsparenden Diuretika konnte durch beta2-adrenerge Agonisten hervorgerufene Hypokaliämie verstärken. Nicht gemeinsam mit beta-adrenergen Blockern verabreichen, ausser dies ist klinisch zwingend begründet. Inhibierung der Hauptkomponenten der Indacaterol-Clearance, CYP3A4 und P Glykoprotein (P gp) erhöht systemische Wirkstoffkonzentration. UW: Sehr häufig: Nasopharyngitis (16.7%). Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Sinusitis, Pneumonie, Husten, pharyngolaryngealer Schmerz, Rhinorrhoe, Kopfschmerzen, Parästhesie, Muskelkrämpfe, Myalgie, Nackenschmerzen, Vorhofflimmern, Beschwerden im Brustkorb, Diabetes mellitus. Gelegentlich: Angina pectoris. Selten und sehr selten: s. Kompendium. P: 150 μg bzw. 300 μg: Packung zu 30 Hartkapseln, 1 Inhalator. Verkaufskategorie: (B).Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel-Kompendium der Schweiz. Novartis Pharma Schweiz AG, Monbijoustrasse 118, Postfach, 3001 Bern, Tel. 031 377 51 11. |