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Niedrig dosiertes Aspirin in der Primär- und Sekundärprophylaxe vaskulärer Ereignisse - hauptsächlich Myokardinfarkt und Schlaganfall - ist gut dokumentiert und wird in der Schweiz gegenwärtig rund 784'000 Patienten verordnet [2]. Die Aspirintherapie ist allerdings verbunden mit einem erhöhten Risiko von Magen- und Duodenalulzera sowie einem Anstieg des Risikos von Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt auf das Zwei- bis Vierfache [3,4]. Bestimmte Patientengruppen, z.B. ältere Personen, tragen ein besonders hohes Risiko [3,5].
In der Asterix-Studie, einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie bei 991 Patienten, wurde Esomeprazol bei Risikopatienten unter niedrig dosiertem Aspirin (75–325 mg täglich) hinsichtlich der Vorbeugung von Magen- und/oder Duodenalulzera mit Placebo verglichen [1]. Nach sechs Monaten hatte sich bei nur 1.6 Prozent der mit Esomeprazol behandelten Patienten ein Magen- oder Duodenalulcus entwickelt, in der Placebogruppe war dies dagegen bei 5.4 Prozent der Fall (p=0.0007).
Laut Professor Neville Yeomans, Dekan der medizinischen Fakultät an der University of Western Sydney, untermauert diese Studie den möglichen Nutzen einer Komedikation bei Risikopatienten: "Aspirin ist für die Prophylaxe kardiovaskulärer Erkrankungen zwar wertvoll, doch das damit verbundene Risiko von Komplikationen im oberen Gastrointestinaltrakt bereitet Klinikern selbst bei Dosierungen von nicht mehr als 75 mg/Tag ernst zu nehmende Bedenken [3,4]. Studien haben bereits erwiesen, dass Esomeprazol das Risiko der Entwicklung peptischer Ulzera bei Risikopatienten unter Therapie mit nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) vermindert [6]. Die vorliegenden Daten zeigen, dass sich dieser Nutzen auch bei Patienten unter Aspirintherapie einstellt."
Durch Aspirin hervorgerufene Symptome des oberen Gastrointestinaltrakts wie epigastrische Schmerzen, Brennen und Unwohlsein sowie Sodbrennen und Blähungen klangen bei Gabe von Esomeprazol signifikant besser ab als unter Placebo (p<0.05 für alle Symptome). Symptome des oberen Gastrointestinaltrakts führen bei einem Teil der Patienten nachweislich zum Abbruch der Behandlung mit Aspirin [7].
*Nexium® ist in der Schweiz zur Prävention peptischer Ulzera bei Patienten unter niedrig dosiertem Aspirin nicht zugelassen.
Referenzen:
1 Yeomans ND et al.: Prevention of Low-Dose Aspirin-Associated Gastroduodenal Ulcers and Upper Gastrointestinal Symptoms in Patients Receiving Esomeprazole 20 mg per day. Gastroenterology 2006; 130 (4 Suppl 2): A-81 abstract 561 & poster presented at DDW 2006, Los Angeles. 2 IHA/IMS SDI MAT Dec 2005. 3 Yeomans ND et al.: Prevalence and incidence of gastroduodenal ulcers during treatment with vascular protective doses of aspirin. Aliment Pharmacol Ther 2005;22:795–801. 4 Weil J et al.: Prophylactic aspirin and risk of peptic ulcer bleeding. BMJ 1995 ;310 :827–830. 5 Sibilia J et al.: Les facteurs de risque des complications digestives et hémorragiques liées à l’aspirine à faible doses. Presse Med 2003 ;32 :4S9–4S16. 6 Scheiman J.M. et al.: Prevention of ulcers by esomeprazole in at-risk patients using non-selective NSAIDs and COX-2 inhibitors. Am J Gastroenterol 2006; 101: 701–710. 7 CAPRIE Steering Committee: A randomised, blinded, trial of clopidrogel versus aspirin in patients at risk of ischaemic events (CAPRIE). Lancet 1996 ;348:1329–39.
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