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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 09. Februar 2012
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SPARCL: Erhöhtes Risiko für hämorrhagischen Insult unter Statinbehandlung

Mit der SPARCL-Studie konnte zum ersten Mal ein signifikanter Nutzen einer hochdosierten Statintherapie nach einem Hirnschlag bzw. TIA belegt werden. Unter Atorvastatin 80 mg betrug die relative Risikoreduktion für einen erneuten Hirnschlag gegenüber Placebo 16%, die Risikoreduktion für ein koronares Ereignis sogar 35% (SPARCL Investigators. N Engl J Med. 2006;355:549-559).

 

Allerdings wurde in der Atorvastatingruppe auch eine trendmässige Erhöhung hämorrhagischer Insulte verzeichnet. Eine Sekundäranalyse sollte nun klären, welche Faktoren mit dieser Risikoerhöhung in Zusammenhang stehen könnten und ob diese bei den behandelten Patienten das Risiko unverhältnismässig erhöhten. Die Resultate wurden von Larry B. Goldstein präsentiert.

 

Einige Baseline-Charakteristika konnten mit dem erhöhten Risiko für einen hämorrhagischen Insult assoziiert werden. Dazu zählten Hämorrhagie bei Eintritt, höheres Alter und Hypertonie Grad II. Ein Trend zur Risikoerhöhung bestand bei positiver Hypertonie-Anamnese, jedoch nicht bei Frauen.

 

SPARCL: Faktoren assoziiert mit Risikoerhöhung für hämorrhagischen Insult unter Atorvastatin-Behandlung:

Faktor

Hazard Ratio P
Hämorrhagie bei Studieneintritt 6.17 <0.0001
Höheres Alter (pro 10 Jahresschritte) 1.4 0.018
Hypertonie Grad II 2.22 0.0351
positive Hypertonie-Anamnese 1.56 0.0607
Weibliches Geschlecht 0.63 0.0445

 

Der LDL-Wert bei Studieneintritt, respektive der LDL-Wert unter Atorvastatinbehandlung hingegen standen nicht mit der Risikoerhöhung in Verbindung.

 

"Zweifellos gibt es ein leicht erhöhtes Risiko für einen hämorrhagischen Insult unter der Statinbehandlung, doch unter dem Strich überwiegt der Benefit. Keiner der indentifizierten Faktoren erhöhte das Risiko unverhältnismässig bei den behandelten Patienten. Patienten mit Hämorrhagie bei Studieneinschluss schienen nicht von der Statintherapie zu profitieren; diese gehören aber ohnehin zur Subgruppe, die mit erhöhter Vorsicht behandelt werden muss", so Dr. Goldstein abschliessend.

 

 
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15.5.2007 - gem
 
 



 

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