Rituximab Off-label bei schubförmiger MS: 2 Studien zeigen viel versprechende Resultate
Rituximab, ist für die Behandlung von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom und rheumatoider Arthritis zugelassen. Auch bei Patienten mit schubförmiger MS könnte Rituximab zukünftig eine mögliche Behandlungsoption sein. Zwei Studien dazu wurden am 59. Jahrestreffen der American Academy of Neurology in Boston präsentiert.
In einer randomisierten, doppelblinden Phase-II Studie mit 104 Patienten reduzierte Rituximab über einen Zeitraum von 6 Monaten die Krankheitsaktivität (relative Reduktion der Läsionen im Hirn-MRI um 91%) und unterdrückte das Auftreten klinischer Schübe signifikant um 58% im Vergleich zu Placebo.
In der zweiten, kleineren Studie mit 26 Patienten, einer Phase-I open-label Studie von Bar-Or und Kollegen, erwies sich Rituximab als sicher und gut verträglich (2 Infusionen im Abstand von 2 Wochen, zu Behandlungsbeginn und 6 Monate später). Auch hier konnten die Läsionen und Schübe mit Rituximab deutlich reduziert werden, so der Studienleiter Dr. Bar-Or.
"Insgesamt sind die Ergebnisse mit Rituximab bei der MS-Behandlung aufregend. Rituximab hat sicherlich das Potenzial die entzündlichen Vorgänge im Gehirn der MS-Patienten günstig zu beeinflussen. Inwiefern es aber ins Rüstzeug im Kampf gegen die MS passt, ist noch unklar, so Birnbaum, Direktor des Multiple Sclerosis Treatment and Research Center in Golden Valley, Minnesota.
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| 15.5.2007 - gem |
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