Parkinson: Prävention durch mehr Bewegung?
Die Assoziation zwischen Bewegung und Reduktion des Parkinson-Risikos wurde bereits in 3 prospektiven Studien gezeigt, die ein ähnliches Design wie die aktuell präsentierte Studie hatten. Die nun von E. Thacker präsentierte Studie zeichnet sich dadurch aus, dass eine grosse Teilnehmerzahl untersucht wurde und dass auch Frauen eingeschlossen wurden, was nur in einer der drei früheren Studien der Fall war.
43'325 Personen (63'348 Männer, 79'977 Frauen, durchschnittlich 63 Jahre alt) aus der Cancer Prevention II Nutrition Kohorte wurden von 1992 bis 2001 prospektiv verfolgt. Das Ausmass der körperlichen Aktivität wurde bei Studieneinschluss erfasst (leichte Bewegung wie Gehen oder Tanzen; moderate bis intensive Bewegung wie Jogging, Schwimmen, Radfahren, Tennis, Aerobics usw.).
Während des 10-jährigen Follow-ups erkrankten 413 Teilnehmer an Parkinson. Jene mit moderater bis intensiver Bewegung hatten ein um 40% geringeres Risiko als jene, die sich nicht oder nur wenig bewegten. Hingegen bestand kein Zusammenhang zwischen Parkinson und dem Ausmass an Bewegung im Alter von 40 Jahren. "Sollte sich Bewegung tatsächlich auf das Parkinson-Risiko auswirken, dann scheint dies offenbar eher auf kurze Sicht der Fall zu sein", so der Referent.
Eine Kausalität konnte die Studie nicht nachweisen. Tierexperimentelle Studien lassen vermuten, dass es durch die Bewegung zu einer Erhöhung von bestimmten Nervenwachstumsfaktoren und Uraten kommt; beide könnten eine protektive Wirkung haben.
"Angesichts der sonstigen Vorteile durch mehr Bewegung, tut es sicherlich nicht weh, sich mehrmals die Woche moderat bis intensiv zu bewegen", so der Abschlusskommentar von Thucker.
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| 15.5.2007 - gem |
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