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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 09. Februar 2012
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Migräne und Hirnschlag nicht durch erhöhte kardiovaskuläre Biomarker verlinkt.

Die Assoziation zwischen Migräne mit Aura und ischämischem Hirnschlag wurde bereits in mehreren Studien belegt. Kürzlich veröffentlichte Daten  der Women's Health Study zeigten weiter, dass auch andere kardiovaskuläre Ereignisse mit einer Migräne in Zusammenhang stehen, wie Tobias Kurth von der Harvard Medical School in Boston ausführt.

 

Ob diese Assoziation auf kardiovaskuläre Risikofaktoren wie erhöhtes Gesamtcholesterin, erniedrigtes HDL-Cholesterin oder erhöhtes CRP beruht, wurde von Kurth und Kollegen anhand der Daten der Women's Health Study untersucht.


39'876 Frauen wurden in die Analyse eingeschlossen; von 27'626 waren Angaben über Migräne und Blutproben zur Bestimmung der Biomarker verfügbar. Gemessen wurden das Gesamtcholesterin, LDL, HDL, non HDL-Cholesterin, Apolipoprotein A-1 und B-100, Lipoprotein(a), CRP, Fibrinogen, ICAM-1 (intrazelluläres Adhäsionsmolekül), Homozystein und Kreatinin.

 

5'087 Frauen (18.4%) berichteten bei Studieneintritt an Migräne zu leiden. 3'585 davon hatten eine aktive Migräne (Migräneattacken im vergangenen Jahr), 1'422 (39.7%) eine Migräne mit Aura.

 

Statistisch bestand eine signifikante Assoziation bei Frauen mit Migräne in der Vorgeschichte und einigen erhöhten kardiovaskulären Biomarkern; die klinische Signifikanz sei aber dennoch in Frage zu stellen, so Kurth. Nach Berücksichtigung der traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren, war die Assoziation zwischen Migräne und dem jeweiligen Biomarker nicht mehr bestehend, was der folgenden Tabelle zu entnehmen ist:

 

Biomarker

Odds Ratio
Gesamtcholesterin 1.09
Non-HDL-Cholesterin 1.14
Apolipoprotein B-100 1.09
CRP 1.13

 

Demnach kann das erhöhte kardiovaskuläre Risiko bei Frauen mit Migräne und Aura nicht auf die erhöhten Biomarker zurückgeführt werden.

 

Interessanterweise war die Assoziation zwischen Migräne und bestimmten kardiovaskulären Biomarkern bei Frauen mit Migräne in der Vorgeschichte deutlicher als bei Frauen mit aktiver Migräne. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass die Migräneschmerzen abnehmen, da mit zunehmendem Alter die Elastizität der Gefässe nachlässt, so der Studienleiter.

 

Die Ursachen für die Assoziation zwischen Migräne mit Aura und erhöhtem kardiovaskulären Risiko bleiben dennoch unklar. 

 

 
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15.5.2007 - gem
 
 



 

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