Migräne in der Schwangerschaft erhöht Hirnschlagrisiko
Bei älteren Frauen hat sich die Migräne, speziell mit Aura, als neuer kardiovaskulärer Risikofaktor bestätigt. Dies scheint sich auch bei Migräne in der Schwangerschaft wiederzuspiegeln, gemäss einer Präsentation von Cheryl Bushnell am diesjährigen AAN.
Bushnell und Kollegen werteten die Entlassungsdiagnosen einer grossen amerikanischen Datenbank (Nationwide Inpatient Sample) aus, in der fast 17 Millionen Frauen erfasst wurden, die zwischen 2000 und 2003 in einem Spital entbunden hatten. Evaluiert wurde die Assoziation zwischen vaskulären Erkrankungen und Migräne in der Schwangerschaft.
33'956 Frauen litten während der Schwangerschaft an Migräneattacken.
Schwangere mit Migräne hatten ein 19-fach erhöhtes Risiko für einen Hirnschlag als jene ohne Migräne. Das Risiko für andere vaskuläre Erkrankungen war ebenfalls bei Migräne signifikant erhöht. Die entsprechenden Odds Ratios können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| Diagnose |
Odds Ratio |
| Hirnschlag |
19.2 |
| Myokardinfarkt |
4.9 |
| Herzerkrankung |
2.1 |
| Lungenembolie |
3.1 |
| Tiefe Beinvenenthrombose |
2.4 |
| Thrombophilie |
3.6 |
Auch vaskuläre Risikofaktoren waren mit Migräne korreliert: Diabetes (OR 2.3), Hypertonie (OR 3.6), Rauchen (OR 2.7) und Präeklampsie/Schwangerschaftsdiabetes (2.3). Frauen über 35 litten häufiger an Migräne in der Schwangerschaft als jüngere (OR 2.5). Nicht-vaskuläre Diagnosen wie Pneumonie, Bluttransfusionen, Infektionen post partum oder Blutungen waren nicht mit Migräne assoziiert.
"Es gibt eine enge Verbindung zwischen Migräne und vaskulären Erkrankungen. Die diesbezüglichen Erfahrungen bei älteren Frauen werden bei Frauen mit Migräne in der Schwangerschaft sehr gut wiedergespiegelt", so die Studienleiterin.
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15.5.2007 - gem
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