Arrhythmien
ICD und CRT
Am ACC 2007 wurde eine Metaanalyse sämtlicher verfügbarer Daten zur Effektivität von ICDs (intrakardiale Defibrillatoren) und von CRTs (Resynchronisations-Devices) präsentiert. Die relativen Risiken zu sterben, und die NNT, um ein Leben zu retten, sind in folgender Tabelle zusammengefasst:
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Device |
Relatives Risiko für Tod |
NNT |
Zeitperiode |
| ICD |
0.80 |
20 |
35 Monate |
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CRT |
0.78 |
13 |
24 Monate |
Zur Reduktion der Kosten für die Implantation von CRTs ist es von Bedeutung, die Responder von den non-Respondern unterscheiden zu können. Dafür wurden 2 neue prädiktive Faktoren vorgestellt:
- Kombinierte longitudinale und radiale Dyssynchronie: wenn keine der beiden Dyssynchronien vorliegt, beträgt die Ansprechrate 15-24%, wenn eine Kombination von longitudinaler und radialer Dyssynchronie vorliegt, 93%
- Mitralklappenregurgitation als Prädiktor für ein schlechtes Ansprechen auf CRT
Vorhofflimmern
Welche Therapie-Strategie eignet sich bei welchen Patienten mit Vorhofflimmern besser - die alleinige Frequenzkontrolle oder die Rhythmuskontrolle?
In einer Analyse von 19'241 Patientendossiers, wo 27% der Patienten mit dem Ziel eines Sinusrhythmus behandelt wurden, war die Rhythmuskontroll-Strategie mit mehr Hospitalisationen und Konsultationen sowie mit mehr Hirnschlägen assoziiert als die alleinige Frequenzkontrolle. Bei 471 Patienten mit diastolischer Herzinsuffizienz war die Mortalität nach 5 Jahren gleich hoch, ob mit Rhythmus- oder mit Frequenzkontrolle.
Die Konklusion eines Expertengremiums daraus: Patienten mit geringer Symptomatik, insbesondere ältere Patienten, scheinen mit einer alleinigen Frequenzkontrolle mindestens so gut versorgt zu sein wie mit einer Rhythmuskontrolle. Jüngere Patienten, welche sich durch die Symptomatik wesentlich beeinträchtigt fühlen, und insbesondere Patienten mit Herzinsuffizienz, profitieren evtl. trotzdem mehr davon, wenn sie im Sinusrhythmus sind.
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| Mediscope |
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| 18.04.2007 - dde |
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