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Inkontinenz Highlights

Dr. K. Loughlin, Boston, Massachusetts fasste verschiedene wichtige Abstracts zur Inkontinenz zusammen.

 

Eines der Highlights ist die Arbeit von Sherman et al. (Abstract 543). Sie befasst sich mit schwerer Stressurininkontinenz nach post-Prostatakarzinombehandlung. Durch die Salvage Therapie - transkorporale Insertion eines artifiziellen Harnwegsphinkters – kann der Outcome verbessert werden. Bei 14 der 37 implantierten Patienten konnte ein Follow up von 46 Monaten dokumentiert werden. 11 waren mit dem Langzeitergebnis zufrieden.


Green et al.  (Abstract 544) untersuchten eine kombinierte Behandlungsstrategie nach radikaler Prostatektomie mit Blasenhalsstrikur und Inkontinenz. Die Kombination von transurethraler Inzision aufgrund der wiederkehrenden Striktur und steriler intermittierender Kathetrisierung gefolgt von der Implantation eines artifiziellen Harnwegssphinkter war bei 8 Patienten erfolgreich. Nach 16 Monaten Follow up wurde über keine erneute Striktur berichtet.

 

Schmid et al (Abstract 547) berichteten über die Erfahrung mit Botulinum-A Toxin Injektionen in den Detrusormuskel bei Patienten mit hyperaktiver Blase, die auf anticholinerge Therapie refraktär war. 88% der 100 behandelten Patienten profitierten von dieser Therapie. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Die Wirkung dauerte 9 Monate an.


Bei Männern mit post-Prostatektomie Stressurininkontinenz ist die perinelae Schlinge mittlerweile eine gute operative Therapieoption. Huckaby et al (Abstract 550) untersuchten präoperative Faktoren, die einen optimalen Outcome begünstigen. Es zeigte sich, dass das 24h-Inkontinenzvolumen für den Outcome wegweisend ist. Dies wurde anhand des Pad-Tests (Bindengewicht/24h) gemessen. Bei einem Pad-Gewicht <318 g, war die Chance für einen erfolgreichen Outcome 70%, bei <148 g war sie 80%. Betrug das Pad-Gewicht über 845 g, war die Chance für ein Therapieversagen bei 70%.

 

 
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13.06.2005 - ssc
 



 

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