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Allgemeines zur erektilen Dysfunktion

Referent: Dr. W. J. G. Hellstrom, New Orleans, USA

 

Die Inzidenz der ED ist zunehmend, ältere Männer sind häufiger davon betroffen als Jüngere. Die ED geht einer generalisierten schweren Arteriosklerose häufig voraus und ist ein Prädiktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, korreliert mit Depression und kann das psychosoziale Umfeld beeinflussen. Die frühzeitige Erkennung einer ED hat Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Mannes. Sie sollte behandelt werden, nicht nur medikamentös im Istzustand, sondern bereits präventiv durch Minimierung kardiovaskulärer Risikofaktoren. Auch der Lebensstil ist relevant!

 

Männer mit ED realisieren selber, dass die Erektion zu langsam, zu selten, zu wenig lang oder gar nicht eintritt. Verschiedene Fragebogen zur erektilen Funktion helfen den Schweregrad der Dysfunktion genau zu erkennen. Der IIEF zum Beispiel (International Index of Erectile Function) beinhaltet 5 verschiedene Domänen, die im Rahmen der ED gewertet werden (erektile Funktion, Orgasmus, sexuelles Verlangen, sexuelle Befriedigung, allgemeine Zufriedenheit). Ist der IIEF < 26 besteht eine ED. Andere Fragebogen beinhalten Fragen zur sexuellen Aktivität z.B. beim "sexual Encounter Profil“ (SEP) oder zur Erektionsqualität (Erection Quality Score" (ECS)).

 

Die Prävalenz der ED ist weltweit zunehmend, am gravierensten in Asien, aber auch in den USA und in Europa [1]. Risikofaktoren für die ED-Inzidenz sind das zunehmende Alter, Hypertension, Diabetes, Hypercholesterinämie, Depression und Rauchen. Diese Risikofaktoren werden auch mit dem Schweregrad der ED assoziiert [2,3]. Psychische und demographische Faktoren sind bei der Therapiestrategie einer ED ebenso zu berücksichtigen wie zugrunde liegende kardiovaskuläre Symptome oder deren Risikofaktoren.


Referenzen:
1. McKinley JB et al, The worldwide prevalence and epidemiology of erectile dysfunction, Int J Impot Res 2000;12(suppl 4):6-11
2. Feldman HA et al, Impotence and its medical and psychosocial correlates: results of the Massachusetts Male Aging Study. J Urol. 1994 Jan;151(1):54-61
3. Burchardt M et al, Hypertension is associated with severe erectile dysfunction. J Urol. 2000 Oct;164(4):1188-91.

 

 
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